DJV Sachsen an LVZ-Geschäftsführung: Kehren Sie zurück in die Vollmitgliedschaft

Der DJV Sachsen hat den Geschäftsführer der Leipziger Verlages, Norbert Schmid, in einem Schreiben vom 19.08.2011 dazu ermuntert, eine Rückkehr zur Tarifbindung in Erwägung zu ziehen. „Der aktuelle Tarif-Abschluss für die Tageszeitungsredakteure fordert die Tarifflüchtlingen zu einer Rückkehr geradezu auf“, so Geschäftsführer Michael Hiller. Er habe Schmid mitgeteilt, dass dies die Mitarbeiter als eine Motivation besonderer Art werten würden. „Eine Einmalzahlung von 200 Euro in diesem Jahr, sollte für LVZ und DNN machbar sein. Und auch die Einmalzahlung und die moderate lineare Erhöhung im Jahr 2012 sind von beiden Unternehmen zu leisten.“

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Redakteure der Kieler und Lübecker Nachrichten treffen sich zum Streik in Lübeck

Über 50 Journalisten der Lübecker und Kieler Nachrichten nahmen am 16.08.2011 an einem Warnstreik in Schleswig-Holstein teil. Sie versammeln sich vor dem Gebäude der Lübecker Nachrichten. Es wurde eine Resolution an den Verhandlungsführer der Zeitungsverleger in Nord, Thomas Ehlers, beschlossen. Weiterlesen

MAZ: Erste Verhandlung ohne Ergebnis

Die erste Tarifrunde am 10. 8. 2011 wurde nach eineinhalb Stunden abgebrochen. Grund dafür ist, dass die Arbeitgeberseite nicht verhandlungsbereit war. „Dieses Geschäftsmodell trägt keine Entgelterhöhung“, war der Standardsatz den die Arbeitgeberseite gebetsmühlenartig wiederholte. Trotz zwei Millionen Euro Überschuss in 2010 wird es auch in den nächsten zehn Jahren keine Entgelterhöhung geben können, erklärte die Arbeitgeberseite auf Nachfrage. Wem dies nicht gefällt, der könne gehen. Weiterhin erklärte sie, dass eine zweiprozentige Entgelterhöhung (ca. 540.000 Euroauf 12 Monate gerechnet) den Abbau von 10 Arbeitsplätzen nach sich ziehen würde. Auf den Hinweis der gewerkschaftlichen Verhandlungskommission auf mögliche Streiks erklärte die Arbeitgeberseite zynisch: „Dann müssen Sie das so machen.“ Weitere Argumente waren, dass die Beschäftigten vor allem im Verlagsbereich nicht ausgelastet seien, und im Übrigen erhalten die Beschäftigten der MVD sowieso für die Region überdurchschnittliche Löhne und Gehälter.