Märkische Allgemeine geht an die Verlagsgruppe Madsack

Der Verkauf der „Märkischen Allgemeinen“ ist in trockenen Tüchern: Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verkauft ihre Beteiligung an der regionalen Tageszeitung aus Brandenburg mit Wirkung zum 01.01.2012 an die Verlagsgruppe Madsack. Zum Kerngeschäft der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam zählt neben der Herausgabe von MAZ und Anzeigenblättern auch die Druckerei, die Logistik und die Briefverteilung mit MAZmail. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes.

FAZ-Sprecher Tobias Trevisan: „Wir freuen uns, dass wir mit der Mediengruppe Madsack für die Märkische Allgemeine Zeitung einen Käufer gefunden haben, der überaus erfolgreich im Regionalzeitungsgeschäft tätig ist und mit seiner Kompetenz und Erfahrung das brandenburgische Medienhaus weiterentwickeln kann“, heißt es in einer Mitteilung. Die FAZ konzentriert sich auf ihre nationalen Aktivitäten sowie den Raum Frankfurt.

Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ erreichte im dritten Quartal 2011 eine verkaufte Auflage von 136.147 Stück. Sie erscheint täglich mit insgesamt 15 Lokalausgaben. Auch Druckerei, Logistik und Briefverteilung gehören zum Kerngeschäft der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft. Hervorgegangen ist die Zeitung aus dem SED-Blatt „Märkische Volksstimme“, das zu DDR-Zeiten im Bezirk Potsdam erschien.

„Wie der MAZ-Betriebsrat dem rbb sagte, wurde die Belegschaft am Freitagvormittag über dem Verkauf informiert. Der Betriebsrat befürchtet, dass der neue Eigentümer in einigen Bereichen rationalisieren und Stellen abbauen werde. Bei der MAZ und ihren Tochtergesellschaften arbeiten derzeit etwa 600 Mitarbeiter.“

Aus ver.di.Kreises war zu hören, dass man mit weiteren Übernahmen in 2011/2012 rechnen müsse, wie davon aus zugehen ist, das es eine weitere Konsolidierung auch in der Region selber geben dürfte. Die Verlagsgruppe Madsack wird damit die Nummer drei im deutschen Zeitungsmarkt und zieht auch der Mediengruppe M. DuMont Schauberg vorbei.

Die Web-Seite „Qualität und Vielfalt“ in Mecklenburg-Vorpommern sieht in dem Kauf die Absicht der Verlagsgruppe, weitere redaktionellen Synergien in der Region zu erschließen. Von den 600 Beschäftigten sein 135 in der Redaktion und von denen 85 in den Lokalredaktionen. Auch würde die Verlagsgruppe insgesamt mit dem Erwerb ihre Synergiensstrategie fortführen. Hier der Link Qualität und Vielfalt.

Für den Betriebsrat der MAZ besteht die Herausforderung, den Weg in die Gruppe zu begleiten und zu begreifen, dass im Zusammenspiel unter den Madsack-Betriebsräten die Möglichkeiten für die Beschäftigten- und Identitätsicherung wachsen, reden alleine wird da nicht mehr ausreichen. Die Zugehörigkeit zu Madsack wird über lange Jahre bestehen, strategische und praktische Ziele in dem Integrationsprozess sind zu erarbeiten, dafür muss man vor Ort sein. Die Betriebsräte der Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten haben in diesem Prozess vielfältige Erfahrungen gesammdelt, man darf gespannt sein, ob sie abgerufen werden.

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