KSC: Weiterer Streiktag

Ein weiterer Streiktag am Dienstag, den 24. September 2013, ein weiterer Versuch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kunden Service Center GmbH & Co. KG die Geschäftsführung zum Einlenken zu bringen, doch wieder gab es keine Reaktion auf die Forderung nach Tarifverhandlungen. Da das alleinige Niederlegen der Arbeit den gewünschten Erfolg vermutlich nicht herbeibringen wird, werden die Angestellten der 100prozentigen Tochterfirma der Verlagsgesellschaft Madsack nun offensiv an die Öffentlichkeit treten. Dabei sollen vor allem die Kunden des Konzerns darauf aufmerksam gemacht werden, wie wenig die Geschäftsführung die „freundliche Stimme am Telefon“ schätzt und wie gering die Entlohnung ausfällt, beachtet man doch, dass die Preise der Druckerzeugnisse des Verlages, unter anderem die der Hannoverschen Allgemeine Zeitung und der Neuen Presse, jährlich steigen. Dafür, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kundenservice seit Gründung der Tochterfirma im Jahr 2000 den Konzern stets freundlich gegen Kundenkritik zu Preiserhöhungen mit dem Hinweis auf permanent steigende Betriebskosten verteidigten, dankte man leider, wenn überhaupt, nur mit einem müden Lächeln – denn Lohnerhöhungen hat es hier in 13 Jahren nie gegeben!

Da aus nahe liegenden Gründen eine Berichterstattung in den lokalen Medien nicht stattfinden wird, nehmen die Angestellten die Öffentlichkeitsarbeit selbst in die Hand: Sowohl gestern als auch heute wurden Flugblätter in der Innenstadt Hannovers, vor allem auch an die Besucher der Geschäftsstelle der Verlagsgesellschaft in der Langen Laube, verteilt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Auf den Warnstreik der rund zwanzig Arbeitskräfte reagierte der Geschäftsführer der Kunden Service Center GmbH & Co. KG, Herr Nixdorf, mit dem Einsatz von Auszubildenden und neu eingestellten Mitarbeitern, die lediglich eine kurze Einweisung in die Programme erhielten. Dass ein reibungsloser, kompetenter Arbeitshergang dieser Tage nicht erfolgen kann, liegt da auf der Hand, wird jedoch von der Konzernleitung offensichtlich hingenommen, was einen krassen Widerspruch zu dem Versprechen darstellt, den das Unternehmen seinen Vertragspartnern großzügig gibt: Qualität von erster Güte.

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