OZ-Belegschaft zeigt Flagge für sichere Arbeitsplätze im Tarif

oz131113Angesichts des drohenden Verlustes von Arbeitsplätzen bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung fordern die Mitarbeiter die Verantwortung der Gesellschafter ein. Mit einer Kundgebung haben rund 50 Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung am Mittwoch (13.11.) für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Tarifen bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung demonstriert. Vor dem Pressehaus in der Rostocker Innenstadt versammelten sich „5 vor 12“ Journalisten sowie Beschäftigte aus Verlag und Technik. Die Protestkundgebung unter dem Motto „Flagge zeigen für sichere Arbeitsplätze im Tarif!“ fand im Rahmen des konzernweiten Aktionstages bei der Mediengruppe Madsack statt, zu der die Ostsee-Zeitung gehört.

Angesichts des von der Konzernzentrale verkündeten Umstrukturierungsplanes, der auf eine Zentralisierung wesentlicher Unternehmensbereiche wie der Mantelredaktion und der Anzeigenproduktion in Hannover hinausläuft, wächst bei den Mitarbeitern die Sorge um ihre Zukunft. „Faire Arbeitsteilung zwischen allen Madsack-Standorten“ lautet daher eine Forderung. Mit einem nach Recherchen des Betriebsrats zuletzt ausgewiesenem Gewinn von 8,3 Millionen Euro ist die Ostsee-Zeitung ein überdurchschnittlich erfolgreicher Betrieb innerhalb der Mediengruppe, die insgesamt 30 Millionen Euro erwirtschaftete. Der Standort Rostock darf daher nicht schrittweise abgewickelt werden. Diese Forderung richteten die Demonstrierenden ausdrücklich an den größten Madsack-Gesellschafter, die SPD-Medienholding ddvg:

„Wir erwarten von der Schweriner Regierungspartei SPD, sich über ihre Beteiligungsgesellschaft aktiv für die langfristige Sicherung von Arbeitsplätze und tariflichen Arbeitsbedingungen in unserem Land einzusetzen.“ Die systematische Verschlechterung von Arbeitsbedingungen, die in Madsack-Betrieben um sich greift, sei kein Konzept für die Zukunft, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, der bei der zentralen Kundgebung in Hannover sprach.

Aktuell laufen Tarifverhandlungen für Redakteure an Tageszeitungen, bei denen die Verleger massive Einschnitte, unter anderem bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, fordern und noch schlechtere Bedingungen für Berufseinsteiger durchsetzen wollen. Die Gewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband fordern hingegen 5,5 bzw. sechs Prozent mehr Geld sowie die Einbeziehung von Online-Redakteuren in den Geltungsbereich und eine Modernisierung der Ausbildungsbedingungen, um vor allem dem Wandel zu digitalen Medien Rechnung zu tragen.

(von der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“)

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