KSC: Auch nach 40 Streiktagen keine Reaktion des Arbeitgebers

Auch nach 40 Streiktagen besteht Seitens der Mediengruppe Madsack (u.a. Hannoversche Allgemeine Zeitung -HAZ- und Neue Presse –NP-), keine Bereitschaft, mit ver.di Tarifverhandlungen über einen Haustarifvertrag des Konzerneigenen Tochterunternehmens Kunden Service Center (KSC) aufzunehmen. 

ver.di Verhandlungsführer Lutz Kokemüller, hat die Mediengruppe wiederholt nachdrücklich aufgefordert, den Tarifkonflikt durch die Aufnahme von Tarifverhandlungen und den Abschluss eines Haustarifvertrages zu beenden.

Die Konzernleitung hält an ihrer Linie fest, die Arbeitsbedingungen einseitig regeln zu wollen. Eine Regelung der Arbeitsverhältnisse ohne demokratische Mitwirkung im Wege von Tarifverhandlungen akzeptieren aber die streikenden Beschäftigten nicht länger.

„Wir fragen uns, warum der Konzern den Beschäftigten demokratische Rechte so beharrlich verweigert. Wovor hat er Angst? Das Verhalten der Konzernspitze, allen voran des Konzerngeschäftsführers Thomas Düffert, erinnert eher an Kaiser Wilhelms Zeiten oder den „Herrn-im- Haus-“Standpunkt. Mit einem Führungsstil altväterlicher Gutsherren kann man allerdings ein modernes Unternehmen nicht führen“, so ver.di Landesfachbereichsleiter Medien Lutz Kokemüller.

Statt seiner sozialen Verantwortung, seiner Fürsorgepflicht allen Beschäftigten gegenüber und seiner unternehmerischen Verantwortung endlich nachzukommen, verweigert sich die Konzernleitung. Zu einer lebendigen Demokratie gehört, dass die Arbeitsverhältnisse tarifvertraglich geregelt sind. Welches Verständnis von Demokratie hat Herr Düffert? Werden seiner Meinung nach die demokratischen Rechte an der Eingangstür zu den Unternehmen der Mediengruppe Madsack abgegeben und die Beschäftigten haben nur seiner „Führung“ zu folgen?

„Uns sind Mitbestimmung und Mitgestaltung wichtig. Wir wollen Arbeitsbedingungen, die in einem fairen Aushandlungsprozess zustande kommen, eben durch Tarifverhandlungen! Wir akzeptieren nicht länger, dass sich eine ganze Branche ihrer sozialpolitischen Verantwortung entzieht. Diese Demokratie zerstörende Verantwortungslosigkeit nehmen wir nicht länger hin. Wir fordern die Konzernleitung noch einmal auf, den Tarifkonflikt endlich durch die Aufnahme von Tarifverhandlungen und den Abschluss eines Haustarifvertrages zu beenden,“ unterstreicht Kokemüller

Die KSC GmbH & Co. KG ist ein ausgegliederter Servicedienstleister der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse und eine 100prozentigse Tochter der Verlagsgesellschaft Madsack. Seit mehr als zehn Jahren zahlt sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern niedrige Löhne, Lohnerhöhungen hat es in diesem Zeitraum nicht gegeben.

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