Tarifeinigung für Zeitungsredaktionen erzielt – Vier Prozent mehr für Redakteure beim Monatsgehalt

9fadd0dac9ver.di und der DJV haben in der elften Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) eine Tarifeinigung für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten bei Tageszeitungen erzielt. Demnach sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. Mai 2014 um 2,5 Prozent und zum 1. April 2015 ein weiteres Mal um 1,5 Prozent erhöht werden. Es kommt zu einern schrittweisen Absenkung von Urlaubsgeld und Jahresleistung von 1,75 auf 1,5 Monatsgehälter im Jahr 2019, beginnend mit dem Urlaubsgeld 2015. Neueinstellungen ab dem 1. Juli 2014 haben Anspruch auf Urlaubsgeld und Jahresleistung in Höhe von insgesamt 1,5 Monatsgehältern. Die Anzahl der Urlaubstage wird reduziert. Für die Redaktionen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gilt die Reduzierung der Jahresleistung und des Urlaubsgeldes bereits ab 2014. Hier der Wortlauf der Erklärung von ver.di und vom DJV.

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Madsack-Konzerngeschäftsführung antwortet auf offenen Brief der LVZ-Belegschaft

dueffertDie Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack hat auf den offenen Brief der LVZ-Beschäftigten an den Betriebsrat geantwortet und sich auch ausdrücklich für die Form bedankt. Es wird noch einmal der Zweck von „Madsack 2018“ begründet (Kosteneinsparung durch Zentralisierung in überregionalen Themen bzw. Unternehmensprozessen, regionale Potentiale verbessern und erschließen, neue Geschäftsfelder) und die Gründe dafür erläutert (rückläufige Umsätze). Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert verweist darauf, dass vor Ort die Verantwortlichen ihren Weg in ihren Zuständigkeiten suchen müssen. In seinen Augen sei es keine Hinhaltetaktik, dass vor Ort nichts zu den konkreten Auswirkungen von „Madsack 2018“ gesagt wird, sondern der regionale Prozess in Abstimmung mit der Konzernebene. Dies sei ein transparentes und wertschätzendes Vorgehen gegenüber den Mitarbeiter. Es soll nicht über ihre Köpfe hinweg geredet werden … Hier die Antwort im Wortlaut.

KSC: Nach dem Besuch und Gespräch mit der dd_vg in Hamburg

10154416_1462344333999491_8569165067687607257_nZum 100. Streiktag besuchten die Streikenden vom Madsack-Call-Center die dd_vg in Hamburg. Sie ist Gesellschafterin der Mediengruppe Madsack. Neben einer Aktion vor dem Firmensitz gab es auch ein Gesprächt mit den dd_vg-Geschäftsführer. ver.di informiert darüber. „Das Unvermögen der KSC Geschäftsführung den Tarifkonflikt im Verhandlungswege zu lösen, war Thema eines Gesprächs der Streikenden des KSC mit der Geschäftsführung der ddvg. Die Streikenden schilderten ausführlich den bisherigen Verhandlungsverlauf und das Agieren der KSC Geschäftsführung. Die Herren Jens Berendsen und Matthias Linnekugel zeigten sich einigermaßen erstaunt und erschüttert über den Bericht der Streikenden.Hier das Tarif-Info als pdf. Weiterlesen

Reden Sie mit uns, fordert LVZ-Belegschaft in einem Offenen Brief an Aufsichtsrat und Konzernführung

oblvzDie Belegschaft der Leipziger Volkszeitung (LVZ) hat sich in einem Offenen Brief an den Aufsichtsrat und die Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack gewandt. Die Ankündigungen aus „Madsack 2018“ verunsichern und führen zu Sorgen unter den Beschäftigten. Gefordert wird eine Informations- und Kommunikationskultur zu diesem Programm, dass alle einbindet und es darüber zu Diskussionen kommt. „Wir sind Madsack“ braucht eine Kultur des Miteinanders, heißt es in dem Offen Brief, der von 198 Beschäftigten unterschrieben worden ist. Hier der Brief im Wortlaut.

ver.di-Bundesvorstand zum KSC-Streik: 100 Tage für einen Tarifvertrag beim Madsack Call-Center

„Der nunmehr längste Streik in einem deutschen Zeitungskonzern zeigt, dass Verlage Tarifflucht zum Kern ihres Geschäftsmodell gemacht haben“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, anlässlich des heutigen 100. Streiktages im Kunden-Service-Center (KSC) der Hannoveraner Madsack Mediengruppe. Vor zwei Wochen waren die dortigen Tarifverhandlungen, die im Januar nach mehr als 80 Streiktagen aufgenommen worden waren, nach fünf Runden ergebnislos und ohne neuen Termin vertagt worden. „Es ist auf Arbeitgeberseite kein Einigungswille erkennbar, da ein Tarifvertrag für die Beschäftigten im Telefondienst offenbar nicht in die Strategie des Medienkonzerns passt“, betonte Werneke. Weiterlesen

Vier Prozent mehr Lohn für Arbeitnehmer der Druckindustrie

1924598_286630574839493_1480621937285957_nAb dem 1. Mai wird es für die Beschäftigten in der Druckindustrie 3 Prozent mehr Lohn geben. Im April 2015 folgt eine weitere Erhöhung von 1 Prozent. Das gilt auch für die Ausbildungsvergütungen. Der Tarifvertrag wird bis zum 31. März 2016 laufen. Dies ist das Verhandlungsergebnis, das in der fünften Verhandlungsrunde in Berlin erzielt wurde. „Nur der Streikbewegung in den vergangen Tagen und Wochen ist es zu verdanken, dass wir in der Druckindustrie einen halbwegs akzeptablen Kompromiss erzielen konnten. Die Arbeitgeber haben bis zum Schluss versucht, den Beschäftigten eine angemessene Einkommenserhöhung vorzuenthalten. Das ist ihnen nicht gelungen“, bewertet der Verhandlungsführer von ver.di, Frank Werneke, das Verhandlungsergebnis Weiterlesen

100. Streiktag beim KSC: SPD-Medienholding muss Position beim Tarifkonflikt beziehen

Die in Hamburg ansässige SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) sperrt sich nach Auffassung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Niedersachsen/Bremen gegen einen Tarifabschluss in einem ihrer Beteiligungsunternehmen, der Mediengruppe Madsack.  Am 15. April kommen Streikende des Madsack Call-Centers Kunden-Service-Center (KSC) aus Hannover anlässlich des 100. Streiktages nach Hamburg, um den Hauptgesellschafter von Madsack an seine soziale Verantwortung zu erinnern. Seit 100 Tagen streiken die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer/innen des KSC für einen Haustarifvertrag, aber die Geschäftsführung weigert sich nach wie vor, einen tragfähigen Kompromiss zu suchen. Weiterlesen

LVZ-Betriebsrat: Hinhalte-Taktik der Geschäftsführung geht weiter

lvzbr0804Der Betriebsrat der Leipziger Volkszeitung (LVZ) informiert die Beschäftigten über den Stand der Planungen zur Umsetzung von „Madsack 2018“ in der LVZ: „Trotz gegenteiliger Ankündigungen … hat die Geschäftsführung im Gespräch mit dem Betriebsrat keinerlei konkrete Angaben zu den Auswirkungen des Konzepts … gemacht. ‚Fakten für den Standort Leipzig stehen noch nicht fest‘, sagte Zeimetz. Er sehe sich auch außerstande zu sagen, in welchem Zeitraum konkrete Aussagen möglich sind. ‚Unser Konzept wird irgendwann kommen‘, so Zeimetz. ‚Wir sind damit noch nicht fertig. Wir kommen auf Sie zu, wenn wir es konkretisieren können.'“ Der Betriebsrat fordert weiter die Beteiligung der Betroffenen ein. Sein Ziel ist, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt. Weiterlesen

LVZ-Chefredakteur spricht vom Rückzug aus der Fläche, wenn wirtschaftlich nötig

Am 8. April 2014 wollte die Geschäftsführung der Leipziger Volkszeitung den Betriebsrat über die Folgen von „Madsack 2018“ für den Leipziger Standort der Mediengruppe Madsack informieren, in welchem Zeitraum, Umfang und an welchen Stellen künftig Mitarbeiter abgebaut werden sollten. Konkrete Angaben zu den Auswirkungen hatte LVDG-Geschäftsführer gegenüber dem Betriebsrat nicht gemacht.  LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer kündigte laut der Mitteilung an, dass man sich “aus der Fläche zurückziehen” werde, wenn es “wirtschaftlich notwendig ist”. Ein Ziel sei es, neben dem jetzigen Newsdesk einen Regionaldesk für grundsätzlich alle Regionalausgaben der LVZ in Leipzig einzurichten.
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