LN-Geschäftsführer soll sich zum Flächentarifvertrag bekennen

9fadd0dac9Redakteurinnen und Redakteure der LN haben am 8. Mai 2014  bei einer Versammlung in Lübeck den Tarifabschluss vom 24. April kritisch bewertet. Alle Anwesenden waren während der Tarifauseinandersetzung an Warnstreiks  beteiligt gewesen. Vor allem das so genannte „Nordopfer“, mit dem Urlaubsgeld und Jahresleistung ab sofort um 25 Prozent  gesenkt werden, stieß auf Ablehnung. Dadurch werde der Flächentarifvertrag noch weiter durchlöchert, und inflationsbereinigt bedeute das Ergebnis ein Minus für die Arbeitnehmer. Auch die Kürzung des Urlaubs stieß auf Kritik. Der Urlaubsanspruch der Redakteure sei durch Mehrarbeit und zunehmende Arbeitsverdichtung gerechtfertigt.  „Für dieses Ergebnis haben wir nicht gestreikt“, war die einhellige Meinung. Die Redakteurinnen und Redakteure fordern den Geschäftsführer der LN/OZ, Thomas Ehlers auf, sich eindeutig und verbindlich zum Flächentarifvertrag zu bekennen.  Für die Gewerkschaftsmitglieder gebe es keinen Grund, diesem Abschluss zuzustimmen, solange unsicher sei, ob die Arbeitgeber es tun. Besonders gelte das für das „Nordopfer“, solange der Nachweis für seine ökonomische Notwendigkeit nicht schwarz auf weiß vorliege. Falls die LN/OZ-Geschäftsführung den Abschluss ablehne, müssten die Gewerkschaften „das Fass komplett neu aufmachen“. Dann kämen auch Forderungen wie die Einführung eines Sonnabendzuschlags für die LN wieder auf den Tisch. Durch die zuschlagfreie, regelmäßige Sonnabendarbeit, so die Redakteurinnen und Redakteure, hätten die LN auf ihre Kosten von jeher einen Kostenvorteil gegenüber den meisten anderen Zeitungen in Deutschland. Beide Vertragsparteien müssen bis zum 30. Juni 2014 erklären, ob sie das Tarifpaket annehmen. LN-Redakteure kritisieren das „Nordopfer“ und fordern Erhalt des Flächentarifs

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