Wieder ein Warnstreik bei der Oberhessischen Presse in Marburg

Bei der Oberhessischen Presse (OP) in Marburg wird heute wieder gestreikt. Neben den Redakteurinnen und Redakteuren auch weitere Beschäftigte aus Verlag und Druckerei in den Warnstreik getreten, um der Forderung nach dem Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags Nachdruck zu geben. Pünktlich um 10 Uhr standen am Montagmorgen knapp 40 Streikende vor dem Verlagsgebäude der Oberhessischen Presse in Marburg. Dort hatten sich neben den Kolleginnen und Kollegen der Redaktion auch ver.di-Mitglieder dem Streik der Redaktion angeschlossen. Nach gut eineinhalb Stunden Aufenthalt vor dem Verlagsgebäude, zogen die Streikenden zum Streiklokal, wo weiter über die Situation diskutiert wurde. Auch am Dienstag wird die Redaktion der Oberhessischen Presse nicht besetzt werden.

Nach mehreren Streiks der Redakteurinnen und Redakteure im Herbst 2013 hatte die Hitzeroth Druck + Medien GmbH, die die OP verlegt, zwar ihren anfänglichen Widerstand gegen Tarifverhandlungen aufgeben. Die seitdem geführten Gespräche und Verhandlungen führten aber zu keinem Ergebnis.

Die mehrheitlich zum Madsack-Medienkonzern gehörende OP war 2008 in die Mitgliedschaft „Ohne Tarifbindung“ (OT) des Arbeitgeberverbandes gewechselt. Seitdem werden neueingestellte Beschäftigte nur noch zu Konditionen weit unterhalb der Branchentarife bezahlt. Insgesamt sind in Verlag und Druckerei der OP rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.

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