Warnstreik in der LVZ für Übernahme vom Tarifabschluss Druckindustrie

Arbeitskampf_LVZAm 19. Mai 2014 traten die Mitarbeitrerinnen und Mitarbeiter der Druckerei der Leipziger Volkszeitung um fünf vor zwölf (23:55 Uhr) in einen zeitlich befristeten Warnstreik. Sie bekräftigen mit ihrem Warnstreik die Forderung nach Übernahme des Tarifergebnisses zum Lohn der Druckindustrie für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Druckerei der Leipziger Volkszeitung ist seit 2011 nur noch Mitglied im Arbeitgeberverband ohne Tarifbindung. In einem Haustarifvertrag wurden die bundesweit geltenden tariflichen Regelungen fortgeschrieben. In den bisherigen Verhandlungen forderte die Geschäftsführung neben einer Lohnzurückhaltung bis zum Jahr 2017 auch einen heute bereits zu vereinbarenden Verzicht ab dem Jahr 2018. Begleitende beschäftigungssichernde Massnahmen soll es nicht geben. Der Verzicht bzw. die Absenkung würde, so die Aussagen der Geschäftsführung, die Chancen für eine Weiterbeschäftigung für die Mitarbeiter erhöhen.

Die Druckerei hat zur Zeit noch 151 Beschäftigte. In verschiedenen Szenarien wurde gegenüber dem Betriebsrat die Zukunft dargestellt. Diese Szenarien reichen von einem Personalabbau über Altersteilzeit bis hin zur Schliessung der Druckerei und einer diesbezüglichen Fremdvergabe der im Haus vorhandenen Druckaufträge.

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