Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert verweigert Informationen

konzernsacheAuf der jüngsten Sitzung des Konzernbetriebsausschusses Juni 2014, so das jüngste Info der Betriebsräte der Mediengruppe Madsack „Konzernsache“ redete Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert nur einmal Klartext. „Wir werden nicht alle Arbeitsplätze halten können.“ Er sicherte zwar größtmögliche Transparenz zu, aber die entscheidenden Fragen, wann, wo und wie viele Arbeitsplätze innerhalb der Verlage abgebaut werden, blieben erneut unbeantwortet.

Die Umsetzung des Sparprogramms „Madsack 2018“ ist Chefsache, die Gutachten der Unternehmensberatungen Schickler, Arkwright und OC&C bleiben weiterhin unter Verschluss. Einen Anspruch der Ar¬beitnehmervertreter auf Einsicht sieht der Konzernvorstand nicht. Obwohl dies in§ 92 Abs. 1 Satz 1 Betriebsverfassungsgesetz klar geregelt ist. So verurteilte das Arbeitsgericht Essen im August 1992 einen Verlag dazu, dem Betriebsrat die Gemeinkostenuntersuchung einer Unternehmensberatung vorzulegen. Das Gutachten enthielt die Vorschläge für eine Verbesserung der Organisationsstruktur und zur Senkung der Gemeinkosten – sprich Arbeitsplatzabbau. In der Begründung hieß es, dass der Betriebsrat auf eine Personalplanung im Interesse der Arbeit¬nehmer einwirken können soll, bevor diese durch einzelne Maßnahmen in die Praxis umgesetzt wird.

Die Absicht der Unternehmensfühurng ist: Die Entscheidungen der Madsack-Spitze gewähren keinen Spielraum, die eingeschlagene Marschrichtung zu verlassen. Das Konzept aoll abgearbeitet werden. Es soll, nach Lesart der Konzerngeschäftsführung, vor allem eines: das Lokale stärken, allerdings mit weniger Mitarbeitern. Auf die Frage, wie das funktionieren soll, hat Hannover diese Antwort: Geschäfte optimieren, Synergien nutzen. Die Zukunft in der „schönen neuen Madsack-Landschaft“ sind regionale Medienhäuser, mit regionalem Vertrieb und regionalem Journalismus. Das restliche Verlagsgeschäft wird von der Zentrale eingekauft. Für viele Mitarbeiter in den Verlagen bedeutet das im schlimmsten Fall den Verlust ihres Arbeitsplatzes!

Hier das Info der Betriebsräte der Mediengruppe Madsack im Wortlaut:

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