DJV wird an der Küste sehr schnell zum Arbeitskampf aufrufen

Kiel, 15. Juli 2014. Inzwischen ist der Tarifabschluss für die Redakteurinnen und Redakteure in Kraft. Nur in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wirken die alten Tarifverträge nach, das heißt, es gilt der alte Zustand wie vor dem Tarifabschluss. Neueinsteiger können aber zu schlechteren Bedingungen eingestellt werden. Sie werden aber ebenfalls von der Nachwirkung erfasst, wenn sie bis zum Abschluss einer neuen Vereinbarung noch  Mitglied einer Gewerkschaft werden. Der Verband der Zeitungsverlage Norddeutschland e.V.  (VZN) hatte dem Tarifabschluss nicht zugestimmt und die  Gewerkschaften zu Nachverhandlungen aufgefordert. Er vertritt die Auffassung, das Ergebnis werde der  Zukunftssicherung der Verlage im Norden nicht in ausreichendem Maße gerecht. Er will  weitere Verschlechterungender Tarifverträge erreichen. Ein erster Verhandlungstermin mit dem VZN konnte jetzt für Dienstag, den 29. Juli 2014 um 11 Uhr im Hotel Grand Elysee, Rothenbaumchaussee 10 in  20148 Hamburg verabredet werden.

Der DJV-Landesvorstand hat die Tarifkommissionen für die beteiligten Häuser berufen, die zum Einsatz kommen werden, wenn es auf regionaler Ebene zwischen dem VZN und den beteiligten Verlagen aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern  nicht zu einem  Ergebnis kommt. In der Tarifkommission der Kieler Nachrichten werden Hilde Osberger, Jörn Genoux, Jan von Schmidt, Tamo Schwarz und Thomas Pfeiffer die Interessen der Kolleginnen und Kollegen vertreten. Für die Lübecker Nachrichten setzen sich Liliane Jolitz, Sabine Räth, Susanne Peyronnet, Kai Dordowsky und Hanno Kabel ein. Für die Ditmarscher Landeszeitung werden Jörg Lotze, Henning Voß und Stefan Schmid für den DJV am Tisch sitzen.

Die gemeinsame Tarifkommission des DJV wird am 29. Juli wie folgt besetzt sein: Mecklenburg-Vorpommern: Michael Zumpe (LV-Vorsitzender), Sibylle Ekat (GF), Kerstin Schröder (Ostsee-Zeitung)Schleswig-Holstein: Liliane Jolitz (Lübecker Nachrichten), Jan von Schmidt-Phiseldeck (Kieler Nachrichten), Bettina Neitzel (GF)DJV-Bundesverband: Kajo Döhring (Hauptgeschäftsführer), Benno H.-Pöppelmann (Justiziar), Gerda Theile (Referentin Tarifpolitik), Hendrik Zörner (Pressesprecher).

Über den Verhandlungsstand  werden wir zeitnah informieren. Sollte es am 29. Juli mit dem VZN nicht zu einer Lösung kommen oder sollten keine Lösungsansätze deutlich werden, werden wir unverzüglich Arbeitskampfmaßnahmen einleiten. Darauf muss sich  jedes Mitglied vorbereiten, denn nur, wenn wir die Arbeitgeber mit der Kampfbereitschaft  unserer Mitglieder überzeugen können, werden wir weitere massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen verhindern können. Die Tarifverhandlungen für die Verlagsangestellten haben deutlich gezeigt,  dass die Verleger diese Sprache auch verstehen. Der Gehaltsabschluss wurde in der zweiten Runde vereinbart.

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