DJV: Verleger stimmen zu

verlegerzuDie Tarifverträge für die Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen können ab sofort auch im hohen Norden gelten, sofern die Journalisten dem zustimmen. Darauf einigten sich am heutigen Dienstag in Hamburg der Deutsche Journalisten-Verband und die dju in ver.di mit dem Verband der Zeitungsverleger Norddeutschlands (VZN) in der zweiten Verhandlungsrunde. Rückwirkend ab 1. Mai werden demnach die Gehälter der Redakteurinnen und Redakteure um 2,5 Prozent angehoben. Im nächsten Jahr gibt es eine weitere Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent.

Wie auch in Niedersachsen werden die Jahreseinkommen in zwei Schritten auf 13,5 Monatsgehälter abgesenkt. Um das Verhandlungsergebnis in den Betrieben abzustimmen, werden die Arbeitskampfmaßnahmen unterbrochen.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring begrüßte das Verhandlungsergebnis: „Es ist den Streiks der Kolleginnen und Kollegen im hohen Norden zu verdanken, dass die Nord-Verleger auf den Bundesabschluss vom April eingeschwenkt sind.“ Über das Resultat müssen jetzt die DJV-Gremien entscheiden. Erst nach deren Zustimmung ist das Verhandlungsergebnis als ein Abschluss zu werten.

Begleitet wurde die zweite Tarifrunde von Protesten und Arbeitskämpfen der Journalisten mehrerer norddeutscher Tageszeitungen. Vor dem Tagungshotel protestierten am Morgen rund 100 streikende Journalisten gegen die Haltung der Verleger mit der Forderung: „Ein Tarif für alle!“ Bestreikt wurden am heutigen Dienstag die Kieler Nachrichten, Lübecker Nachrichten, Dithmarscher Landeszeitung und Ostsee-Zeitung.

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