KSC-Streik 2013/2014: Wir haben gekämpft

OssietzkyDie Massenkündigungen beenden den längsten Streik in der deutschen Zeitungsgeschichte. Sie sind der brutale Schlußpunkt hinter einen über 17 Monate mit insgesamt 117 Streiktagen geführten Arbeitskampf. Das Ende eines Ringens in einer Billiglohnfirma, die Madsack noch vor zwei Jahren zum führenden deutschen Servicecenter der Zeitungsbranche hatte ausbauen wollen – selbstverständlich ohne Tarifbindung“, schreibt die Zweiwochenschrift Ossietzky in ihrer aktuellen Ausgabe über die Streik im Kunden Service Center der Mediengruppe Madsack in Hannover.

Bei Madsack läuft seit knapp einem Jahr ein ähnliches Rotstift-Programm (»Madsack 2018«), dem bislang eine Zeitungsdruckerei in Peine und zahlreiche Redakteurs- und Verlagsarbeitsplätze zum Opfer gefallen sind. Weitere sollen folgen. Vergeblich hatten die KSC-Aktivisten auf Hilfe durch Gegenwehr in anderen Konzernteilen gehofft. »Wir haben verloren, aber wenigstens haben wir gekämpft«, verabschiedeten sie sich auf ihrer Website von ihren Unterstützern. Inzwischen bereiten sich die Drucker und Angestellten der Zeitungstechnik in Hannover auf einen heißen Tanz um ihre Zukunft im Madsack-Konzern vor. “ Mehr online …

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Ein Kommentar zu “KSC-Streik 2013/2014: Wir haben gekämpft

  1. So blöd es klingt,- aber ganz am Ende zählen Zahlen. Umsätze, Vertriebs/Verkaufsgeschick. KSC hatte vieles, aber ein professionelles Verkaufteam sieht anders aus. Es ist sehr schade, dass hier die Teamleitung/Führung des Kunden-Service-Centers augenscheinlich nicht genug in die Qualifizierung seiner Mitarbeiter oder in die Anwerbung solcher investierte. Verkaufsgepräche oder professioneller Vertrieb sah anders aus. Ich selbst testete mehrmals mit fingierten Anrufen und „Interesse heucheln“ an einer Zeitung aus dem Madsack-Portfolio. Gelangweilt wurden mir Preise genannt, aber niemals wurde ein echtes Verkaufsgespräch daraus. Mit solcher Einstellung botet jeder andere CallCenter solch ein Unternehmen sofort und gnadenlos aus. Man wehrt sich gegen das böse böse Monitoring aber fast alle CallCenter nutzen genau das. Quotendruck usw. für die Mitarbeiter führen aber zu nachweislich mehr Umsatz für den „Auftraggeber“. Das sind leider die Tatsachen. Mir tut sowas unendlich leid, und bin davon überzeugt, das Outsourcing letztlich die enge Haus-Bindung eines Inhouse-Dienstleisters auf Dauer nicht ersetzen kann. Wichtig ist aber immer die schlagkräftige Qualität aller.

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