Hannover: Sorge um die Arbeitsplätze in der Druckerei

druckereiHannWas passiert mit der Madsack-Druckerei in Hannover? Mehr als 200 Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz, bereiten sich auf gewerkschaftliche Aktionen vor. Im Rahmen des Umstrukturierungsprogramms „Madsack 2018“ hat die Madsack-Konzerngeschäftsführung u.a. angekündigt, die Zahl der Druckstandorte des Konzerns reduzieren zu wollen. Eine Madsack-Druckerei in Peine mit rund 35 Beschäftigten wurde bereits im Frühsommer 2014 geschlossen. Wie in Peine sind auch die Druckmaschinen in Hannover technisch veraltet, notwendige Neuinvestitionen werden schon seit Jahren für notwendig gehalten, sind bisher aber unterblieben. Die Konzerngeschäftsführung verweigert bisher klare Aussagen, die nach immer neuen Vertröstungen nun für Ende 2014 in Aussicht gestellt worden sind. Die verdi-Mitglieder befürchten, dass die Konzerngeschäftsführung die Druckerei Ende 2015 schließen könnte.

Das haben sie während einer betrieblichen Mitgliederversammlung am Samstag, 18.Oktober 2014, in den verdi-Höfen in Hannover engagiert diskutiert. Ein Szenario, so ihre Befürchtung, könnte sein, dass Madsack zusammen mit anderen Firmen an einem anderen Standort eine neue Gemeinschaftsdruckerei errichtet, die aber wegen des hohen Automatisierungsgrades neuer Maschinen kaum Arbeitskräfte bieten würde. Zu dieser Spekulation gehört, dass auch die Druckereien des „Göttinger Tageblatts“ und der „Celleschen Zeitung“ von Schließung bedroht sein könnten. Denkbar ist auch, dass Madsack den Druck von „Hannoverscher Allgemeiner Zeitung“(HAZ) und „Neuer Presse“(NP) an eine Fremdfirma vergibt. Die verdi-Mitglieder haben deshalb am Samstag einen 15köpfigen Aktionsausschuss gewählt. Um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein, soll dieser Aktionsausschuss gewerkschaftliche Gegenwehr und Aktivitäten zum Erhalt der Arbeitsplätze vorbereiten. Vorgeschlagen worden ist, mit Hilfe eines Sozialtarifvertrages die Zukunft der Druckerei-Beschäftigten zu sichern. Diese Diskussion soll fortgesetzt werden. Einig sind sich die verdi-Mitglieder, dass sie Entlassungen nicht kampflos hinnehmen werden. Noch in diesem Jahr soll deshalb eine weitere betriebliche Mitgliederversammlung weitere Schritte beraten und entscheiden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s