ver.di protestiert gegen „Kahlschlag“-Pläne bei den Kieler Nachrichten

ver.di Nord hat die am 26. November bekannt gewordenen Pläne eines massiven Stellenbaus bei den Kieler Nachrichten – 30 % allein im Redaktionsbereich – kritisiert: „Das ist Kahlschlag ohne publizistische und wirtschaftliche Perspektive“, sagt ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann.

„Auch wenn die lokale Geschäftsführung die Maßnahmen verkündet – deutlich spürbar ist die Handschrift des Madsack-Konzerns“, kritisierte Dieckmann. Der Madsack-Konzern besitzt 49 % der Gesellschafteranteile an den Kieler Nachrichten.

Im Rahmen eines redaktionellen Umbaus sollen ca. 30 Stellen in der Redaktion abgebaut werden. Extern sollen Artikel und ganze Zeitungsseiten bei einem Dienstleister im Madsack-Konzern eingekauft werden. Weiter sind Stellen im Verlagsbereich gefährdet.

Die Geschäftsführung der Kieler Nachrichten hat erklärt, betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Man wolle umgehend Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaften – ver.di und Deutschem Journalistenverband (DJV) – aufnehmen.

„Dies werden harte Verhandlungen werden – auch um ein Zeichen gegen weitere Eingriffe des Madsack-Konzerns zu setzen“, kündigte Dieckmann an. Alles müsse getan werden, um die Eigenständigkeit des Verlags zu verteidigen und Kündigungen zu vermeiden.

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3 Kommentare zu “ver.di protestiert gegen „Kahlschlag“-Pläne bei den Kieler Nachrichten

  1. Die KN wird sich HOFFENTLICH gegen die Herrschaften Düffert & Konsorten von den gemeinen Madsäcken zu wehren wissen! Die haben unlängst den Kundenservice in Hannover, der unter anderen Verlagen auch lange die Kieler Nachrichten loyal betreut hat, nach 117 Streiktagen für einen Tarifvertrag, nachdem über 14 Jahre keine Gehaltserhöhungen stattfanden, aufgelöst und tariffrei nach Halle verlegt. Wehrt und EMPÖRT EUCH, liebe Kieler!

  2. Die Print-Tageszeitung wird den Weg in die Auflösung gehen. Da hilft es auch nicht mehr, sich jetzt zu EMPÖREN. Alternative Geschäftsmodelle sind nicht in Sichtweite, die Tageszeitungen online sind eine Spielwiese aber kein Umsattzbringer. Madsack ist doch die Bad-Bank von Springer, die ganzen verlustreichen Tageszeitungen eingekauft und jetzt… lange Gesichter und Springer lacht sich einen…

    • Den Weg in die Auflösung gehen die Tageszeitungen zu Recht, wenn sie nicht endlich lernen, dass am Ende der Kunde ihre Rechnungen bezahlt. Zu glauben, man könne dem Leser vorschreiben, was ihm zu gefallen hat -und nicht umgekehrt- wird sich mittelfristig als verheerende Entscheidung herausstellen.

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