Oberhessische Presse scheitert vor Landesarbeitsgericht mit Kündigung von Betriebsrätin

Petra Protze wird nicht auf die Straße gesetzt, sie darf wieder arbeiten! Seit Juli 2013 ist sie von der Arbeit freigestellt. Die Geschäftsführung der Oberhessische Presse aus Marburg wollte der engagierte Interessenvertreterin, die auch 2014 in den Betriebsrat der OP gewählt wurde und Schwerbehinderten-Vertreterin, fristlos kündigen. Der Vorwurf: Arbeitszeitbetrug und Verdacht auf Arbeitszeitbetrug während ihrer Arbeit als Schwerbehindertenvertrauensfrau lauteten die Vorwürfe. Das Arbeitsgericht Gießen folgte diesen nicht. Der Arbeitgeber ging in die Beschwerde. Am 19. Dezember 2014 hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hessen in Frankfurt/M. nach einer fast vierstündigen Verhandlung den Antrag der Geschäftsführung der OP verworfen. Revision beim Bundesarbeitsgericht hat das LAG nicht zugelassen.

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Madsacks Durchmarsch an der Küste

quvNach Auffassung der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ stellt die Übernahme der Minderheitenanteile der Lübecker Nachrichten durch den Mehrheitgesellschafter der Kieler Nachrichten (KN) eine neue Runde im Zentralisierungs-Karussell im Norden dar. Die Befürchtung: Die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung geraten unter noch stärkeren Einfluss des Medienkonzerns aus Hannover. Es bestehe für die 2008 gegründete Redaktions Service Gesellschaft (RSG) die Gefahr, dass deren Mantelbelieferung der LN und OZ durch die Zentraltredaktion von Madsack übernommen werde. Weiterlesen

Ver.di befürchtet Machtzuwachs des Madsack-Konzerns an der gesamten Ostsee-Küste

ver.di sieht den Gesellschafterwechsel bei den Lübecker Nachrichten äußerst kritisch. Am 4.12.2014 wurde bekannt, dass der Mehrheitsgesellschafter bei den Kieler Nachrichten, die Heinrich Beteiligungs GmbH, nun die Minderheitenanteile an den Lübecker Nachrichten (zu 27 Prozent) übernehmen will. Mehrheitsgesellschafter bei den Lübecker Nachrichten – und damit verbunden bei der Ostsee-Zeitung in Rostock- ist Madsack. In Kiel wiederum hält Madsack lediglich 49 Prozent der Anteile.

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Das NDR-Medienmagazin ZAPP zum Personalabbau in den Kieler Nachrichten

kielernachrichten106_v-zweispaltigIn den Kieler Nachrichten (KN) sind weitaus mehr als 38 Stellen, fast 43, von dem Stelleabbau-Programm betroffen. Für die KN arbeiten im Kieler Verlagshaus rund 250 Beschäftigte. In einem Fernsehbeitrag beschäftigt sich das NDR-Medienmagazin ZAPP mit dem Personalabbau in den KN: „Die Zeitungskrise ist nun auch in Schleswig-Holstein angekommen: Wegen ’schrumpfender Erlöse im Anzeigen- und Beilagengeschäft und der sinkenden Printauflage und steigenden Kosten in Logistik und Zustellung‘ sollen bei den „Kieler Nachrichten“ 29 Stellen und der „Segeberger Zeitung“ 9 Stellen abgebaut werden … Bei den Rationalisierungsanstrengungen werden auch die Verflechtungen mit der Madsack-Gruppe, die mit immerhin 49% an den traditionsreichen „Kieler Nachrichten“ beteiligt ist, eine größere Rolle spielen. So sollen künftig ganze überregionale Zeitungsseiten zu Themen aus internationaler Politik, Sport, Kultur und der überregionalen Wirtschaft vom erst kürzlich eingeweihten Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus Hannover zugeliefert werden.“