Ver.di befürchtet Machtzuwachs des Madsack-Konzerns an der gesamten Ostsee-Küste

ver.di sieht den Gesellschafterwechsel bei den Lübecker Nachrichten äußerst kritisch. Am 4.12.2014 wurde bekannt, dass der Mehrheitsgesellschafter bei den Kieler Nachrichten, die Heinrich Beteiligungs GmbH, nun die Minderheitenanteile an den Lübecker Nachrichten (zu 27 Prozent) übernehmen will. Mehrheitsgesellschafter bei den Lübecker Nachrichten – und damit verbunden bei der Ostsee-Zeitung in Rostock- ist Madsack. In Kiel wiederum hält Madsack lediglich 49 Prozent der Anteile.

„Durch das Ausscheiden der bisherigen Minderheitsgesellschafter verschwindet eine für den Madsack-Konzern bislang ungeliebte Sperrminorität. Damit wächst die Macht des Madsack-Konzerns an der gesamten Ostsee-Küste erheblich“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. Die dramatischen Eingriffe in Kiel, mehr als 40 Stellen sollen dort abgebaut werden, seien schließlich von Madsack und der Heinrich Beteiligungs GmbH gemeinsam beschlossen worden.

Die Übernahme der Minderheitenanteile an den Lübecker Nachrichten steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt. „Es ist anzunehmen, dass das Kartellamt hier Bedenken anmelden wird“, erklärte Dieckmann, Kooperationen zur Ausweitung von Marktbeherrschung seien kartellrechtlich problematisch. „Mit diesem Deal werden die Beschäftigten noch mehr verunsichert, als es bislang schon der Fall ist“, kritisierte Dieckmann

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