Das Vorgehen ist empörend, sagt DIE LINKE

Die Unternehmenspolitik der Mediengruppe Madsack ist empörend. Seit dem Jahr 2013 „restrukturiert“ das zur SPD-Medienholding DDVG als größten Einzelgesellschafter gehörende Unternehmen. Jetzt sollen 170 Drucker und Druckhausbeschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Beschäftigte einer nicht tarifgebundenen Druckerei sollen die Arbeit übernehmen. Profitsteigerung statt tarifliche Arbeitsbedingungen – das ist das Gegenteil von „Guter Arbeit“.

Das ist Kapitalismus pur!Die Partei DIE LINKE in Niedersachsen protestiert gegen diesen Angriff auf die Zukunft der Beschäftigen und ihrer Familien, auf Tarifverträge und auf das politische Ziel „Gute Arbeit“. Die niedersächsischen Abgeordneten der LINKEN im Bundestag solidarisieren sich mit der Forderung der Belegschaft und ihrer Gewerkschaft ver.di, die tariflichen Arbeitsplätze zu erhalten

Mit „Madsack 2018“ bezeichnet das DDVG-Zeitungshaus die von ihr durchgezogenen Maßnahmen Tarifflucht, Auslagerung und Schließung ganzer Abteilungen des Zeitungshauses in Hannover und darüber hinaus. Zuletzt traf es 87 Beschäftigte des zum Zeitungshaus gehörenden Kunden-Service-Centers (KSC). Nach 117 Tagen im Streik erhielten die Kolleginnen und Kollegen keinen Tarifvertrag, sondern die Kündigung. Und jetzt als vorläufiger Höhepunkt dieser „Restrukturierungen“ die angekündigte Vernichtung von 170 Arbeitsplätzen für Drucker und Hilfskräfte in einem tarifgebundenen Betrieb. „Madsack 2018“ ist ein gnadenloses Abwrackprogramm.

Massenentlassungen trotz Rendite haben verheerende Folgen für die Betroffenen. Sie müssen nicht nur den Verlust ihres Arbeitsplatzes hinnehmen, sondern auch die Zerstörung ihrer sozialen Beziehungen sowie die Entwertung ihres erworbenen Wissens. Belegschaften stehen dem relativ machtlos gegenüber. Aus diesem Grund will die Linkspartei den Kündigungsschutz stärken und die Unternehmensmitbestimmung ausbauen. Im Kündigungsschutzgesetz sollen Kündigungen trotz anhaltender positiver Ertragssituation, die offensichtlich lediglich der weiteren Gewinn- und Renditesteigerung dienen, als rechtsmissbräuchlich eingestuft werden.

Anja Stoeck, Landesvorsitzende
Herbert Behrens, Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordneter
Giesela Brandes-Steggewentz, Landesgeschäftsführerin
Diether Dehm, Bundestagsabgeordneter
Jutta Krellmann, Bundestagsabgeordnete, Gewerkschaftspolitische Sprecherin
Pia Zimmermann, Bundestagsabgeordnete

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