Über die Verhandlung am 18.08.2015

 Das letzten Gespräch bei Madsack um die Schließung der Druckerei Ende 2016 fand am 18. August 2015 in Anwesenheit des Arbeitsamts, einer Transfergesellschaft, dem Betriebsrat, Ver.di und der Geschäftsführung statt. Der Betriebsrat hat seine Vorstellungen einer sozialverträglichn Lösung präsentiert. Die Gespräche werden am 3. September 2015 fortgeführt. Hier das BR-Info:

„Was bedeutet die geplante Schließung der Madsack-Druckerei für die betroffenen Menschen? „Deren komplette Lebensperspektive wird auf den Kopf gestellt!“ Mit diesen Worten hat gestern Max Bossong den großen Orientierungs-, Beratungs- und Weiterbildungsbedarf für die von Erwerbslosigkeit bedrohten Druckerei-Beschäftigten erläutert. BosSong ist der Geschäftsführer der Firma rnBoss, die auf Vorschlag von Betriebsrat und verdi den Beschäftigten der MadsackTechnik zur Seite stehen soll, um ihnen mit Beratungs- und Qualifizierungsleistungen im Rahmen einer sogenannten Transfergesellschaft zu helfen, eine Zukunft jenseits von Erwerbslosigkeit aufzubauen.

Die Chancen dafür werden unterschiedlich bewertet. Ministerpräsident Stephan Weil, mit dem Betriebsrat und verdi im Juli gesprochen haben, hat sich sehr pessimistisch geäußert. Die Beraterin der Arbeitsagentur, die gestern neben BOSsong an den knapp dreistündigen Beratungen von Geschäftsführung, Betriebsrat und verdi teilgenommen hat, malte den Job-Horizont eher rosarot. Allerdings nannte auch sie die Berufsaussichten für gelernte Drucker „schlecht“.

Die Firma mBoss hat jahrelange Erfahrung in der Führung von Transfergesellschaften. MBoss war und ist für Konzerne wie Daimler, Nokia und Siemens (in Hannover) tätig. Sie hat auch Erfahrung bei der Suche nach Ersatzarbeitsplätzen, wie sie der Betriebsrat und verdi auch im MadsackKonzern fordern. Die Firma hat auch mehrfach Erfahrungen im Medien- und Druckereibereich gesammelt. So war sie u.a. bei Bauer-Druck in Köln, bei KirchMedia, der Frankfurter Rundschau und bei Medien und Druckereien im Ruhrgebiet tätig.

Im Anschluss an diese Transfergesellschaft-Diskussion hat der Betriebsrat seine Eckpunkte für eine halbwegs sozialverträgliche Abwicklung der Druckerei vorgelegt. Er bedauert in diesem Papier, dass hier am Standort nicht zwei bis drei Jahre länger produziert wird, weil dann eine Großzahl der von Entlassung Betroffenen sozial-abgesichert in Rente und Altersteilzeit gehen könnten. Er hat erneut Nachverhandlungen mit der Druckerei Oppermann gefordert, damit die dort neu entstehenden 45 Arbeitsplätze bevorzugt von „Madsåcken“ besetzt werden können. Und er hat Altersteilzeitangebote gefordert, deren aktive Phase über 2016 hinaus in anderen Konzernunternehmen fortgesetzt werden können. Zu den Eckpunkten gehören auch die Einrichtung einer zweijährigen Transfergesellschaft sowie Abfindungsregelungen in der Höhe von zwei Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr. Die Gespräche werden am 3. September fortgesetzt.“

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