Steht die Restrukturierung der Ostsee-Zeitung im Oktober bevor?

quvWährend die Mitarbeiter der Druckerei in Hannover um ihre Arbeitsplätze kämpfen, bereitet nach Einschätzung der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ die Madsack-Konzernleitung  die Restrukturierung der Ostsee-Zeitung vor.  Im Rahmen einer „Bestandsaufnahme“  informieren die OZ-Führungskräfte u.a. in  Form von Interviews eine Unternehmensberatung über die Arbeitsorganisation. Das geht aus einer Veröffentlichung des Betriebsrates hervor, nachdem ihm – unmittelbar vor einer Konferenz von Führungskräften zum „Workflow der Zukunft“ – jede Unterrichtung verweigert wurde. 

Bei einem Sondierungsgespräch haben die Gewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband laut einer im Betrieb verbreiteten Information deutlich gemacht, dass sie auch für Überraschungen gewappnet sind: Die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag, für den gegebenenfalls gestreikt werde, könne ebenso kurzfristig erhoben werden wie nach weitergehenden Regelungen zu Umstrukturierungen in verschiedenen Bereichen.

Ist Tarifflucht also ein Kernmotiv des Projekts? Die Umstände legen diesen Schluss nahe, denn das seit Jahren laufende Sparprogramm „Madsack 2018“ lässt sich mit den Schlagworten Zentralisierung, Personalabbau und Ausgliederung zusammenfassen – notdürftig kaschiert von sozialen Leistungen wie einer vergleichsweise großzügigen Altersteilzeitregelung in mehreren Unternehmen der Mediengruppe.

Über einen entsprechenden Tarifvertrag für OZ und LN will deren offiziell als Interims-Lösung fungierende Geschäftsleitung unter Führung von Konzernpersonalchef Adrian Schimpf nun zügig verhandeln. So soll offenbar das Haus für die zum Oktober antretende neue Chefin Stefanie Hauer vorbereitet werden, die dann „Madsack 2018“ an der Küste exekutieren darf.

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