Schampus und Arbeitsplatzabbau bei Madsack

Am 24. September 2015 feierte die Madsack Mediengruppe in einem so genannten „Flurfest“ ihr neues Hauptstadtbüro des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Mehr als 150 Gäste aus Politik, Medien und Wirtschaft nahmen daran teil. Kritisch wird aus Gewerkschaftskreisen angemahnt, dass es nicht zusammen passt, wenn in den Lübecker Nachrichten Redakteure gekündigt werden sollen, man im Berlin den Schampus schlürft und sich selber feiert.
Gar zynisch wirkt da die Behauptung von Thomas Düffert, Vorsitzenden der Geschäftsführung der MADSACK Mediengruppe, das Qualitätsjournalismus ein großes Anliegen der Gruppe sei – Print wie Online. „Die MADSACK Mediengruppe und das RND glauben fest an die Bedeutung und die Zukunft des professionellen Journalismus“. Im Gegenzug wurde im Rahmen des Programms „Madsack 2018“ Redaktionsstellen in Niedersachsen und Leipzig abgebaut. In Lübeck gibt es eine Mantelredaktion, die jetzt geschlossen werden soll, obwohl sie Qualität liefert.

„Inhaltsstarke Analysen, investigative Stories und exklusive Interviews gehören längst auch zum Redaktionsalltag einer regionalen Tageszeitung“, sagte RND-Geschäftsführer Uwe Dulias. „Das lässt sich nur mit einem starken RedaktionsNetzwerk und Topjournalisten realisieren – die MADSACK Mediengruppe hat beides.“ RND-Chefredakteur Matthias Koch ergänzte: „Berichte über das, was Allgemeingut ist, überlassen wir gern den Nachrichtenagenturen. Unser Hauptstadtbüro soll darüber schreiben, warum etwas passiert ist und was wohl als nächstes geschieht.“

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