In Richtung einer umfassenden Regelung für Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung

Am 1. Oktober 2015 wurde in zweiter Verhandlungsrunde eine Einigung über eine Altersteilzeittarifvertrag mit befristeten Zusatzregeln erzielt. Diese Einigung mitsamt Zusatzregeln ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil damit Kündigungen bzw. Entlassungen über eine längeren Zeitraum vermieden werden können. Gleichzeitig wurde die Aufnahme von Gesprächen / Verhandlungen zu langfristiger Beschäftigungssicherungs- und Standortsicherung vereinbart, eine erste Sondierung wird am 19. Oktober stattfinden.

In der zweiten Verhandlungsrunde haben sich die Gewerkschaften ver.di, DJV und die Geschäftsleitung von Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten auf tarifliche Regelungen zur Altersteilzeit geeinigt. Der für Verlag, Redaktion und Technik geltende Grundtarif sieht vor, dass im beiderseitigen Einvernehmen Verträge mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren – in der Regel sechs Jahre – abgeschlossen werden können. Die Netto-Bezüge sowie Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld werden auf 85 Prozent aufgestockt; die Beiträge zur Rentenversicherung auf 90 Prozent. Der Vertrag gilt für Ostsee-Zeitung, Lübecker Nachrichten und ihre 100-prozentigen Tochterfirmen.
Für die Dauer von zunächst einem Jahr gibt es einen sogenannten Ergänzungstarif. Er ist besser dotiert als der Grundtarif, setzt aber voraus, dass die Firma wegen geplanter personeller Maßnahme die Altersteilzeitregelung mit dem Mitarbeiter möchte und sich dieser innerhalb von drei Monaten entscheidet. In diesem Fall besteht Anspruch auf eine Ausgleichszahlung für die eventuell durch vorzeitigen Renteneintritt entstehenden finanziellen Einbußen, begrenzt auf maximal 18 000 Euro. Zudem können Mitarbeiter in diesem Fall wählen, ob die Beiträge zur Rentenversicherung oder Weihnachts- und Urlaubsgeld auf 100 Prozent aufgestockt werden.

Angestrebt wird, dass beide Tarifverträge am 1. November in Kraft treten.

Es wurde vereinbart, die Verhandlungen über Standort- und Beschäftigungssicherung  zunächst mit einem Sondierungsgespräch am 19. Oktober in kleinem Rahmen zu beginnen. Unterstützt wurden die Verhandlungen von einer Kundgebung von mehr als 60 Mitarbeitern aus Redaktion, Verlag und Technik vor dem Pressehaus Rostock.

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