Madsack-Vorstufenbetrieb Typomedien in Hannover soll geschlossen werden

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Web-Seite von Typomedien schon nicht mehr zu erreichen.

Die Beschäftigten von Typomedien.de GmbH  in Hannover, der Vorstufen- betrieb für die zur Madsack Mediengruppe gehörende HAZNP, stehen vor dem Nichts. Sie sollen ihre Arbeit verlieren, der Betrieb soll geschlossen werden und der Satzauftrag soll an einen anderen Satzdienstleister vergeben werden. Am 3. November 2015 wurde der Betriebsrat über die Schließung informiert. Von der Maßnahme sind 18 Arbeitnehmer betroffen. Lutz Kokemüller, verdi-Landesfach- bereichsleiter Medien für Niedersachsen/Bremen: „Die Linie von Madsack ist klar zu erkennen: Die Konsolidierung unter den Satzdienstleistern will Madsack nach meiner Meinung zu seinem Vorteil und zum Nachteil der Beschäftigten von Typemedien.de nutzen. So kann man nicht mit Beschäftigten umgehen, die durch ihr Engagement für eine gute Qualität der Medienproduktion der HAZ/NP in den vergangenen Jahren gesorgt haben.“

2010 wurde die Vorstufe der Madsack Druckerei ausgegliedert und der Auftrag an Typomedien.de GmbH zusammen mit dem Marktspiegel in Burgdorf vergeben. Das Unternehmen zählte damals 31 Beschäftigte. Hier wurde die Vorstufe für die zur Madsack Mediengruppe gehörenden Verlage wie der Extra Verlag in der Wedemark, Burgdorfer Marktspiegel, Märkische Allgemeine Zeitung, Wochenspiegel in Potsdam, Schaumburger Nachrichten, Deister-Weser-Zeitung, Göttinger Tageblatt, Waldeckische Landeszeitung in Korbach in Hessen, Hallo Wochenende in Hannover, Markspiegel in Burgdorf, Hallo Wochenblatt in Hannover und natürlich die Hannoversche Allgemeine und die Neue Presse in Hannover – gebündelt. Schrittweise wurden einzelne Aufträge wieder ausgelagert und die Belegschaft reduzierte sich auf 18 Festangestellte.

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5 Kommentare zu “Madsack-Vorstufenbetrieb Typomedien in Hannover soll geschlossen werden

  1. Vor knapp drei Wochen wurde von Seiten des Geschäftsführer mitgeteilt, dass Madsack alle Satzaufträge gekündigt hätte. Auf Deutsch: der Satzsdienstleister und die indirekte Madsack-Beteiliugng Typomedien.de GmbH, werden die Satzaufträge – ohne wirtschaftliche Not – einfach entzogen.

    Schon seit Anfang diesen Jahres wurde permanet Personal abgebaut – KollegInnen gingen mit ihren Aufträgen wieder in andere Verlage – Übrig bleiben jetzt noch 18 KollegInnen. Die meisten wurde außertarilfich entlohnt, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, untertarifliche Bezahlung und eine 40-Stunden-Woche statt 35 Stunden nach Tarif. Madsack betrieb Tarifflucht auf kalte Art. Die Betriebszugehörigkeit liegt bei en von ca. 24 Jahren bis zu 36 Jahren.

    Nach den Druckern, deren Druckerei Ende 2016 geschlossen wird, sollen jetzt also auch die Setzer bestraft werden, so meine Sicht. Trotz einzelvertraglich verbrieftem Rückkehrrecht im Falle einer Betriebsschließung wird ihnen keine Ersatzarbeitsplätze angeboten. Man will sie billig abfinden.

    Wo soll man denn noch einen adäquaten Arbeitsplatz finden? Wenn überhaupt – stehen doch nur noch präkere Arbeitsverhältnisse zur Disposition.

    Uns wird förmlich der Boden unter den Füßen weggezogen. Ohne finanzielle Not werden Existenzen – ja ganze Familien – in ihrer Existens gefährden. Verantwortlich für diesen Kahlschlag ist nach meiner Meinung im Ergebnis die Madsack-Geschäftführung, der Geschäftsführer dirt ist Thomas Düffert. Ein erklärter Gewerkschaftsfeind in meinen Augen.

    Die Verlagsgesellschaft Madsack ist nicht mehr das, was sie mal war: ein fürsorgliches Unternehmen, dass jederzeit wusste, was es an seinen schaffenden MitarbeiterInnen hat. Fair und immer einen Blick nach vorne, wirtschaftlich die KollegInnen mitnehmend. Eben ein Vorzeige-Verlag in Deutschland, der es immer besser konnte als andere Mediengruppen. Eine Verlagsführung, die Intelligent durch dich Höhen und Tiefen der Zeitungslandschaft gezogen ist,

    Zu einer guten Zeitung gehört auch gut geführte Mitarbeiter, die sich mit dem Produkt Tageszeitung identifizieren. Mit Blick auf Madsasck mag ich das nicht mehr glauben.

    • Das ist ja mal wieder typisch, da werden Arbeitnehmer inkl. ihrer Familien auf Grund von „Management – Entscheidungen“ zu gut Deutsch „abgewickelt“. Es gab mal Zeiten, da waren die Führungspositionen mit verantwortungsbewussten Persönlichkeiten besetzt, die nicht auf ihre Controller hörten………Leider sind diese Zeiten in diesem Fall vorbei…..Schämt euch!

  2. Es ist erschreckend das alles mitzubekommen mit welcher Unmenschlichkeit dort im Verlag gehandelt wird .Werde dann unser Abo auch outsourcen!!!

  3. Madsack gibt das typische Bild eines Unternehmens ab, welches auf Gewinnmaximierung aus ist, ohne Rücksicht auf die Belegschaft zu nehmen: erst wird ausgelagert, um so einfacher unter Tarif zahlen zu können. Die Belegschaft macht Zugeständnisse in der Hoffnung, dass es bald wieder für sie aufwärts geht. Doch leider ist genau das Gegenteil der Fall, der Lohnverzicht reicht Madsack, auf lange Sicht gesehen, immer noch nicht, jetzt sollen die Mitarbeiter komplett auf die Straße gesetzt werden.

    Ich kann nur sagen, dass ich allen Bekannten empfehlen werde, das Abo ebenfalls „abzuwickeln“.

    Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die tagszeitung, taz. Selbst wenn es mal schlecht lief (was bei Madsack noch nicht einmal zutrifft), ist keiner gekündigt worden. Vielleich ist ja die taz für den Einen oder Anderen eine Alternative…….

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