Verhindern die Bauern die GWB-Änderung bei den Verlagen?

Der Deutsche Bauernverband will in dem Gesetzespaket zum Kartellrecht, dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), Regelungen sehen, die „den Missbrauch von Marktmacht im Lebensmittelhandel“ verhindern. Dieses Vorhaben wird von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und der Bundestagsfraktion der CDU/CSU unterstützt. Für die drei kooperationswilligen Zeitungsverlage in Berlin, die Berliner Morgenpost, die Berliner Zeitung und den Tagesspiegel kann es bedeuten, dass ihr bisheriger Zeitplan ins Wanken gerät. Eine Zusammenarbeit im Verlagsbereich ist nach dem bisherigen GWB nicht erlaubt. Die 9. GWB-Novelle soll extra für die Verlage im Abschnitt „Presse“ eine Ergänzung in § 30 b vorsehen, dass Kooperationen aus wirtschaftlichen Gründen möglich sein können, aber nicht im redaktionellen Bereich. Ursprünglich wollten die drei im Herbst über ihre Vorhaben informieren. Weiterlesen

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Nachtzuschläge – Konzernbetriebsrat von Madsack prangert an

Kaum zu glauben, wie sich Madsack an manchen Stellen gegenüber seinen Beschäftigten verhält und dabei Gesetze, Arbeitsverträge und gerichtliche Entscheidungen ignoriert. Sowohl bei den Zeitungs-Zustelleinheiten (ZVG) als auch beim Hoffnungsprojekt Citipost etwa bringt die Geschäftsführung die Kolleginnen und Kollegen um ihre gesetzlich vorgegebenen Nachtschichtzuschläge bei den Briefleuten um Teile, bei den ZVG gar um Alles! Bislang wurden etwa bei der ZVG City in Hannover etwa 30 Beschäftigte, rund ein Viertel der Belegschaft, um ihre gesetzlich vorgegebene Zulage gebracht. Nicht einmal, sondern dauerhaft. Das Ganze ist ein weiterer Versuch, den Wirkungen des Mindestlohn es etwas entgegenzusetzen. Weiterlesen

Pressedruck Potsdam GmbH: Noch kein Ergebnis erzielt

Auch in der Tarifverhandlung vom 12. August 2016 konnte kein Ergebnis erzielt werden. Die erste Runde hatte am 29. Juli 2016 stattgefunden. Zwar hat der Arbeitgeber in der Verhandlung ein verbessertes Angebot vorgelegt: a. für das Jahr 2016 bot er eine Einmalzahlung in Höhe von 500,– Euro (Vollzeit), aber keine weitere Lohnerhöhung, b. für das Jahr 2017 könne eine Entgelterhöhung von 2% und c. ab dem 1. Januar 2018 eine Lohnerhöhung von 0,5% erfolgen d. die Laufzeit des Tarifvertrages soll bis zum 31. Juli 2019 vereinbart werden. Dieses Angebot hat die Tarifkommission als nicht ausreichend bezeichnet und deutlich gemacht, dass es Ziel ist, die Entgelte bei der Pressedruck GmbH der Fläche in der Druckindustrie anzugleichen. Als Kompromiss schlug die Tarifkommission vor, die Entgelte auf 97,5% der Entgelte des Madsack-Druckhauses Leipzig in 3 Stufen bis zum 31. Juli 2019 auf 15,45 Euro/Std. (Ecklohngruppe) anzuheben. Dieses wiederum lehnte die Arbeitgeberseite als überhöht ab. Die Verhandlungen sind derzeit unterbrochen, ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die Tarifkommission wird sich zeitnah treffen und die weitere Vorgehensweise beraten. Hierüber erhaltet ihr dann eine gesonderte Tarifinformation.

Madsack 2018 kommt auch beim Göttinger Tageblatt an

In seiner jüngsten Info beschäftigt sich das Konzernbetriebsrat von Madsack mit den weitern Wirkungen des Sanierungs- und Umorganisationsprogramm „Madsack 2018“. Es werde jetzt auch beim Göttinger Tageblatt konkret sichtbar: „Die Tatsache, dass Druckaufträge für die Hannoverschen Wochenblätter und die Peiner Allgemeine Zeitung (PAZ) nicht auf Dauer in Göttingen gedruckt werden, ist bekannt. Seit Ende Juni wird unter den Kolleginnen und Kollegen, die täglich an den Objekten arbeiten, auch über konkrete Termine gesprochen, zu denen die Druckaufträge von Göttingen nach Rodenberg (dort lässt Madsack ab Dezember und im neuen Format drucken, schließt dafür die Druckerei in Hannover) verlagert werden. Weiterlesen

Umbauprozess der Lübecker Nachrichten geht weiter

konzernsachemadDie Reorganisation der Unternehmensprozesse unter der Bezeichnug „Madsack 2018“ in der Madsack Mediengruppe schreitet voran. Jetzt erleben die Lübecker Nachrichten diesen Prozess. Im jüngsten Info des Konzernbetriebsrat wird darüber berichtet, dass man in der IT in Lübeck, der Haustechnik, der Anzeigenabteilung, im Satz und der Anzeigenbuchung verunsichert ist, was künftig passiert. Die Richtung der Organisation von Madsack ist klar: „Mitarbeitern wurde nahegelegt, sich ins Gutenberg-Rechenzentrum zu bewerben, wo künftig die IT verwaltet wird.“ Bis 2018 sollen 39 Redakteursstellen abgebaut werden, bei 27 soll dies über die Altersteilzeit-Regelung erfolgen. Hier der komplette Text zu den Lübecker Nachrichten aus dem KBR-Info.

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Wolfgang Büchner auf dem Weg zu Madsack

Wolfgang Büchner wechselt zum 1. Januar 2017 von Ringier in der Schweiz zur Madsack Mediengruppe in Hannover.  Er übernimmt die Leitung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) und bekommt den Titel „Chief Content Office“, eine neu geschaffene Funktion in der Mediengruppe. Büchner soll die digitale Transformation und Medienentwicklung von Madsack verantworten. „Über die Gründe“, schreibt Horizont, „für seinen Abschied von Ringier schweigen sich die Beteiligten noch aus. Sicher scheint aber, dass Büchner selbst um die Auflösung seines noch bis 2017 laufenden Vertrages nachsuchte, um dem Ruf von Madsack-Chef Thomas Düffert zurück nach Deutschland zu folgen. “

Wolfgang Büchner war im Juli 2015 Geschäftsführer der Blick-Gruppe, dem Boulevard-Titel von Ringier, geworden. Er kam vom Spiegel, wo ihn die Redaktion vor die Tür gesetzt hatte. Davor war er Chefredakteur von dpa. Zu seiner Laufbahn gehörte auch seine Mitarbeit an dem 1990 in Halle/Saale und Magdeburg geründeten  Gemeinschaftsunternehmen von Madsack und DuMont, „Neue Presse/Express“. Hier kümmerte er sich um die Landespolitik. Man darf gespannt sein, wann Wolfgang Büchner bei Madsack die Beziehungen belastet.

Pressedruck Potsdam: Und das soll`s gewesen sein?

Am 29. Juli 2016 fand für die Beschäftigten von Pressedruck Potsdam die erste Lohntarifverhandlungsrunde statt. Der Arbeitgeber stapelt tief: 2016 soll es keine Lohnerhöhung geben, 2017 eine Einmalzahlung über 500 € und 2018 1,2 Prozent, so das erste Angebot. Nächste Verhandlungsrunde ist am 12. August 2016. Die Druckerei, die u.a. der MAZ und Wochenspiegel produziert, gehört den Kieler Nachrichten und der Madsack Mediengruppe. Sie beschäftigt rund 100 Arbeitnehmer. Das letzte Rohergebnis der Druckerei betrug 10,488 Mio. €, das operative Ergebnis lag bei 23.000 €. Hier die ver.di-Info: Weiterlesen