Umbauprozess der Lübecker Nachrichten geht weiter

konzernsachemadDie Reorganisation der Unternehmensprozesse unter der Bezeichnug „Madsack 2018“ in der Madsack Mediengruppe schreitet voran. Jetzt erleben die Lübecker Nachrichten diesen Prozess. Im jüngsten Info des Konzernbetriebsrat wird darüber berichtet, dass man in der IT in Lübeck, der Haustechnik, der Anzeigenabteilung, im Satz und der Anzeigenbuchung verunsichert ist, was künftig passiert. Die Richtung der Organisation von Madsack ist klar: „Mitarbeitern wurde nahegelegt, sich ins Gutenberg-Rechenzentrum zu bewerben, wo künftig die IT verwaltet wird.“ Bis 2018 sollen 39 Redakteursstellen abgebaut werden, bei 27 soll dies über die Altersteilzeit-Regelung erfolgen. Hier der komplette Text zu den Lübecker Nachrichten aus dem KBR-Info.

„In der Redaktion der Lübecker Nachrichten (LN) sollen bis 2018 ganze 39 Redakteursstellen abgebaut werden. Bei 27 Kollegen soll das über Altersteilzeit funktionieren, mehr als eine Hand voll der jungen Kollegen hat gekündigt oder ihr befristeter Vertrag lief aus.

Der Umbau der Redaktion ist in vollem Gange, nachdem die Redaktions-Service-Gesellschaft  (RSG, Kooperation mit der Ostsee-Zeitung) ihren Betrieb eingestellt hat und die „Mantelressorts“ weggefallen sind (entsprechende Inhalte liefert jetzt das Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) in Hannover). Die Umbesetzungen sind erfolgt. Betriebsratsvorsitzende Karin Luther: „Die Personalsituation in unseren Lokalredaktionen ist jetzt schon dramatisch, allein durch die enorme Arbeitsverdichtung.“ Die Informationstechnik-Abteilung ist in Auflösung, Mitarbeitern wurde nahegelegt, sich ins Gutenberg-Rechenzentrum zu bewerben, wo künftig die IT verwaltet wird. Ein Gefühl von Unsicherheit bedrückt auch die Kollegen in den Abteilungen Haustechnik, Anzeigen, Anzeigensatz, Anzeigenbuchung und in den Geschäftsstellen. Denn dort werden Aufgaben erledigt, die zur Disposition stehen. Zudem laufen offenbar Unternehmensberater durch das Haus, inspizieren diese Abteilungen. Doch die Belegschaft und der Betriebsrat werden im Dunkeln gelassen, was die Erkenntnisse betrifft und was das bedeuten könnte. Auch anderswo ist Bewegung drin: „Auffallend viele qualifizierte Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen verlassen die Lübecker Nachrichten!“, hat Luther festgestellt.

Die Geschäftsleitung hat mehrfach Termine angekündigt, an denen sie den Betriebsrat rechtzeitig und umfassend über Umstrukturierungen informieren wollte. Diese Termine wurden nicht eingehalten – ein weiterer Fakt, der die Verunsicherung der LN-Mitarbeiter befeuert.

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