Betriebsrat Ostsee-Zeitung: 50 Arbeitsplätze in Gefahr

Dozbribfias lassen wir uns nicht gefallen! Nach Monaten der geheimen Vorbereitungen hat die Leitung die Karten auf den Tisch gelegt: In den Abteilungen Anzeigen, Marketing und Vertrieb, Personal, IT, Blattplanung, ISDN-Pool und MV Media sollen insgesamt rund 50 Arbeitsplätze bei unserer Ostsee-Zeitung gestrichen werden. Das betrifft auch Stellen in den Verlagshäusern. Diese Pläne sind ohne jede vorherige Information des Betriebsrates entstanden, obwohl das Betriebsverfassungsgesetz eine rechtzeitige Beteiligung mit Beginn der Planungphase vorschreibt. Geschäftsführerin Stefanie Hauer bestätigte auf der Mitarbeiterversammlung ausdrücklich: „Wir haben solange am Konzept gefeilt, bis wir sicher waren, dass es das richtige für die OZ ist und wir zu 100 Prozent dahinter stehen.“

Nach Aussagen der Geschäftsleitung gibt es für 19 Mitarbeiter „keine Lösung“. Im Klartext: Es drohen Kündigungen!  Der übrige Abbau soll im Wesentlichen durch die komplette Ausgliederung von Bereichen bzw. den individuellen Wechsel von Mitarbeitern in tariflose
Tochterfirmen des Madsack-Verbundes erfolgen. Die vom Outsourcing betroffenen Kollegen würden nach den Plänen der Leitung außerdem nicht mehr durch den Betriebsrat der Ostsee-Zeitung vertreten. Überdies seien Altersteilzeitverträge und im Einzelfall Verrentungen möglich.

Dieses Vorgehen der Geschäftsleitung ist ein grobes Foul an der Belegschaft und ihrer Interessenvertretung! Obwohl die Ostsee-Zeitung unbestritten nach wie vor hohe Gewinne erzielt, soll ein hervorragendes Mitarbeiter-Team zerschlagen werden. Dagegen werden wir uns mit allen Mitteln wehren! Bei zwei spontanen Protestkundgebungen – sowohl in der Öffentlichkeit als auch direkt gegenüber der „Führungscrew“ – haben die Kollegen aus Verlag, Redaktion und Technik bereits gezeigt, was sie von den Kahlschlag-Plänen halten.

Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di haben sich über das weitere Vorgehen abgestimmt. Es herrscht Einigkeit, dass nun als erstes Tarifverhandlungen aufgenommen werden müssen.
Gleichzeitig prüft der Betriebsrat mit Unterstützung eines Sachverständigen die übergebenen Unterlagen. Erst dann können in den nächsten Wochen Alternativvorschläge erarbeitet werden, um Kündigungen zu verhindern Denn käme es zu Entlassungen, wäre eine Sozialauswahl über den gesamten Betrieb und nicht nur in den konkret betroffenen Abteilungen unvermeidlich.

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