Betriebsrat der Ostsee-Zeitung: Nerven bewahren, Stärke zeigen

img_4759Der Betriebsrat der Ostsee-Zeitung hat mit der Rostocker Geschäftsleitung eine erste Gesprächsrunde zum geplanten Personalabbau geführt. Es ging um erste Verständnisfragen, so der Betriebsrat. Mit den Gewerkschaften wird es eine weitere Absprache zum Vorgehen geben. „Mitte Januuar hatte sich die Geschäftsleitung verpflichtet, für den drohenden Fall eines Personalabbaus im Verlagsbereich umgehend die Tarifverhandlungen über Beschäftigungs- sicherung wieder aufzunehmen. Von diesem Verlauf und Ergebnis hängt das ganze weitere Verfahren ab.“ Der Betriebsrat macht seine Ziele klar: „Niemand soll in die Arbeitslosigkeit gehen. Für alle sollen auch in Zukunft auch möglichst hohe Schutzstandards gelten.“ Der Appell an die Belegschaft: „Um unsere Forderungen  durchzusetzen, gilt es Nerven zu bewahren und Stärke zu zeigen.“Hier das Info im Wortlaut:

Bei einem regulären Gesprächstermin haben Betriebsrat und Geschäftsleitung erste Verständnisfragen zu den Planungen für einen möglichen Personalabbau in Verlag und Technik geklärt. Die bislang vorliegenden Informationen wird der Betriebsrat nun mit einem Sachverständigen prüfen. Zudem gilt es, mit der Gewerkschaft das weitere Vorgehen abzustimmen. Mitte Januar hatte sich die Geschäftsleitung ausdrücklich verpflichtet, für den Fall eines drohenden Personalabbaus im Verlagsbereich umgehend die Tarifverhandlungen über Beschäftigungssicherung wieder aufzunehmen. Von Verlauf und Ergebnis dieser Gespräche hängt das ganze weitere Verfahren ab.

Wichtige Ziele sind: Niemand soll in die Arbeitslosigkeit gehen müssen. Für alle sollen auch künftig möglichst hohe Schutzstandards gelten. Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage unserer Ostsee-Zeitung ist das wirklich nicht zuviel verlangt! Der letzte Jahresgewinn laut Bilanz lag bei mehr als 7 Millionen Euro.

Um unsere Forderungen durchzusetzen, gilt es Nerven zu bewahren und Stärke zu zeigen. Lassen wir uns von der Geschäftsleitung nicht gegeneinander ausspielen! Nicht einzelne, sondern alle sind betroffen. Wir schaffen Klarheit:

Drohen kurzfristig Kündigungen?
Nein. Vor eventuellen personellen Maßnahmen müssen zunächst ernsthafte Verhandlungen mit dem Betriebsrat erfolgen. Er muss die Möglichkeit haben, Alternativvorschläge zu erarbeiten, die dann von der Leitung ergebnisoffen zu prüfen sind. Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, könnten Anhörungen des Betriebsrates zu Kündigungen erfolgen.

Wer wäre dann von Kündigungen betroffen?
Bei betriebsbedingten Entlassungen ist eine sogenannte Sozialauswahl unter allen vergleichbaren Mitarbeitern des gesamten Betriebes und nicht nur einer einzelnen Abteilung vorzunehmen. Ob diese korrekt erfolgte, wird gegebenenfalls vor dem Arbeitsgericht geprüft. Gerüchte verunsichern, es zählen nur die Fakten. Mit allen Fragen und Sorgen könnt Ihr Euch jederzeit an die Betriebsratsmitglieder wenden.

Probleme bei neuer Telefonanlage erörtert
Die Kritik vieler Kollegen an der neuen Telefonanlage hat der Betriebsrat an die Geschäftsleitung weitergegeben. So erlaubt es die aktuelle Einstellung  des Systems nicht, dass verschiedene Mitarbeiter an einem Arbeitsplatz den Apparat optimal nutzen können. Das ist nicht nur am Newsdesk in Rostock ein Problem, sondern auch in den Sekretariaten und Service-Centern in den Verlagshäusern.

Verabredet wurde, dass die jeweiligen Abteilungsleiter die Probleme und Wünsche sammeln sollen. Diese sind dann nach Möglichkeit mit dem für die Anlage verantwortlichen Gutenberg-Rechenzentrum in Hannover zu klären.

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