VGM: Wieder betriebsbedingte Kündigungen in Hannover

Der VGM-Betriebsrat informiert über erneute betriebsbedingte Kündigungen bei Verlagsgesellschaft in Hannover. Die Abteilung Servicepool soll geschlossen werden. Hier werden Anzeigenaufträgen und Anzeigensonderprodukten, die Abrechnung, Anzeigenabschlüsse, Sepa-Mandate, Produktüberwachung und Reklamationen bearbeitet. Die Arbeit soll an eine Madsacktochter in Potsdam verlagert werden. Von der Maßnahme sind sieben Arbeitnehmer betroffen. Nach Angaben des Betriebsrats soll es zu Sozialplanverhandlungen kommen. Hier der Wortlauf des Betriebsrats-Infos.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es sind altgediente Kolleginnen und Kollegen, die sich im Servicepool an der Bemeroder Straße um die Bearbeitung von Anzeigenaufträgen und Anzeigensonderprodukten, die Abrechnung, Anzeigenabschlüsse, Sepa-Mandate, Produktüberwachung und Reklamationen kümmern. Die meisten von ihnen arbeiten seit mehr als 25 Jahren, einige deutlich länger als 30 Jahre für die Verlagsgesellschaft. Nun sind ihre Arbeitskraft und ihr Wissen nicht mehr gefragt. Die Abteilung Servicepool soll geschlossen werden. Sieben der insgesamt zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen betriebsbedingt gekündigt werden, mit den drei übrigen sind bereits Altersteilzeitverträge abgeschlossen worden.

Das Ende des Servicepool hat sich aus Sicht des VGM-Betriebsrates seit Langem angekündigt. Schon die Auslagerung der Gruppe vom Hauptgebäude an die Bemeroder Straße 71 sowie die Tatsache, dass der Servicepool nicht mit ausgegliedert wurde, als Ende 2016 große Teile des Verlages an die MMRH gingen, waren schlechte Vorzeichen. Immer wieder ist Arbeit von dort in andere Tochterfirmen von Madsack verschoben worden, zuletzt gingen zahlreiche Aufträge an die MaMaMeSe in Potsdam. Die wird jetzt auch das restliche noch verbliebene Auftragsvolumen übertragen bekommen. Nach Auskunft von Servicepool-Geschäftsführer Lars Mietzner kann dieser Wechsel nach Potsdam ohne Probleme innerhalb von vier bis sechs Wochen abgewickelt werden. In Potsdam müssen dafür nach derzeitigem Stand nicht einmal zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. Und nach Aussage von Madsack-Personalchef Adrian Schimpf gibt es am Standort Hannover derzeit keine freien adäquaten Arbeitsplätze, die den Kolleginnen und Kollegen angeboten werden können. Die Servicepoolmitarbeiter, für die aufgrund ihrer Betriebszugehörigkeit lange Kündigungsfristen gelten, sollen deshalb freigestellt werden.

Die Geschäftsführung hat angekündigt, dass sie für den Servicepool gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Sozialplan aufstellen wird. Die Verhandlungen darüber sollen zeitnah beginnen.

Nichtsdestotrotz ist die dringende Forderung des VGM-Betriebsrates an die Geschäftsführung, alles daran zu setzten, für die sieben Kolleginnen und Kollegen Ersatzarbeitsplätze zu finden – ob nun in Hannover oder an anderen Konzernstandorten.

Wir werden euch regelmäßig über den Verlauf der Verhandlung informieren.

Euer Betriebsrat

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