Satz der Kieler Nachrichten ab Mai zu MZ Satz (DuMont)

Der Anzeigensatz der Kieler Nachrichten, bisher in der Bergedorfer Zeitung erstellt, soll ab Mai 2016 von MZ Satz, einem Tochterunternehmen der DuMont Mediengruppe, übernommen werden, war aus Unternehmenskreisen zu hören. Bereits vorher war der Satzauftrag für die HAZ und HNP an DuMont gegangen. „Die Reorganisation der Geschäftsprozesse bei Madsack ist noch nicht abgeschlossen.  Die Richtung, im Wettbewerb der Mediengruppen auch neue Koalitionen zu schließen, ist nicht zu übersehen. Madsack konzentriert sich auf seine regionalen Titel und bietet zentrale Dienste an, die auch außerhalb der Gruppe genutzt werden, das sogenannte Mandantengeschäft“, meint Rainer Butenschön, stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender der Madsack Mediengruppe. „Das Call-Centergeschäft und der Anzeigensatz von Madsack ist zu wesentlichen Teilen an DuMont gegangen. Ich bin gespannt, ob das auch in anderen Feldern in Richtung Madsack geht.“

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Madsacks Durchmarsch an der Küste

quvNach Auffassung der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ stellt die Übernahme der Minderheitenanteile der Lübecker Nachrichten durch den Mehrheitgesellschafter der Kieler Nachrichten (KN) eine neue Runde im Zentralisierungs-Karussell im Norden dar. Die Befürchtung: Die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung geraten unter noch stärkeren Einfluss des Medienkonzerns aus Hannover. Es bestehe für die 2008 gegründete Redaktions Service Gesellschaft (RSG) die Gefahr, dass deren Mantelbelieferung der LN und OZ durch die Zentraltredaktion von Madsack übernommen werde. Weiterlesen

Das NDR-Medienmagazin ZAPP zum Personalabbau in den Kieler Nachrichten

kielernachrichten106_v-zweispaltigIn den Kieler Nachrichten (KN) sind weitaus mehr als 38 Stellen, fast 43, von dem Stelleabbau-Programm betroffen. Für die KN arbeiten im Kieler Verlagshaus rund 250 Beschäftigte. In einem Fernsehbeitrag beschäftigt sich das NDR-Medienmagazin ZAPP mit dem Personalabbau in den KN: „Die Zeitungskrise ist nun auch in Schleswig-Holstein angekommen: Wegen ’schrumpfender Erlöse im Anzeigen- und Beilagengeschäft und der sinkenden Printauflage und steigenden Kosten in Logistik und Zustellung‘ sollen bei den „Kieler Nachrichten“ 29 Stellen und der „Segeberger Zeitung“ 9 Stellen abgebaut werden … Bei den Rationalisierungsanstrengungen werden auch die Verflechtungen mit der Madsack-Gruppe, die mit immerhin 49% an den traditionsreichen „Kieler Nachrichten“ beteiligt ist, eine größere Rolle spielen. So sollen künftig ganze überregionale Zeitungsseiten zu Themen aus internationaler Politik, Sport, Kultur und der überregionalen Wirtschaft vom erst kürzlich eingeweihten Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus Hannover zugeliefert werden.“

Streikaktionen im Norden ausgeweitet, Redaktionen in Kiel, Lübeck, Rostock und Heide streiken

BuwUAk1IEAAJTVxAm Montag, 11. August, wurden die Warnstreiks in den Redaktionen der Kieler Nachrichten und der Ostsee-Zeitung in Rostock fortgesetzt. Hinzukamen heute die Lübecker Nachrichten und die Dithmarscher Landeszeitung. Erstmals fand ein Solidaritätstreik statt – in der ausgegliederten Mantelredaktion der Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung (RSG). Weiterlesen

Warnstreik in den Kieler Nachrichten

10553514_341827479316461_5410422526506009306_nAls deutliches Zeichen des Unmuts traten am Freitagmittag etwa 40 Redakteure und Volontäre der Kieler Nachrichten in den Warnstreik. Der Unmut richtete sich dabei gegen den VZN, der den bereits im Frühsommer von den Tarifpartnern ausgehandelten Flächentarifvertrag nicht akzeptieren will. Damit angedrohten zusätzlichen Verschlechterungen bei Gehaltssteigerungen und Manteltarif lehnen die Gewerkschaften ab. Stattdessen fordern sie den VZN auf, in der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag, 12. August in den ausgehandelten bundesweiten Flächentarif zurückzukehren.

Kieler Nachrichten, Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung machen Zentralredaktion nicht mit

Kieler Nachrichten, Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung werden sich nicht an der von der Mediengruppe Madsack gestarteten Vereinheitlichung der überregionalen Berichterstattung beteiligen, schreibt das Fachmagazin, Der Journalist, in seiner aktuellen Ausgabe. Journalistisch sicher eine gute Maßnahme für die einzelnen Heimatzeitungen im Norden. Die Titel haben Mitgesellschafter, die anderes als die Medienbeteiligung der SPD dd_vg, offenbar noch ein journalistisches Verständnis von ihrem Engagement haben.

 

Heute Warnstreik in Kiel und Lübeck

BkYQGQVCQAAHKorDie Redaktionen der Kieler Nachrichten und der Lübecker Nachrichten sind heute einem Warnstreikaufruf von ver.di und dem DJV gefolgt. Für faire Arbeitsbedingungen und sichere Tarifverträge gingen heute 100 Redakteure der Lübecker Nachrichten, Kieler Nachrichten, Segeberger Zeitung und Dithmarscher Landeszeitung in Kiel auf die Straße. Der DJV und ver.di kritisierten, dass nach neunmonatigen Tarifverhandlungen immer noch keine Lösung für den Fortbestand des Manteltarifvertrags in Sicht ist. Stattdessen drohen die Verleger mit massiven Einschnitten, die für die Journalisten im Norden sofort greifen sollen, für die restlichen Journalisten erst später. „Eine Spaltung der Journalisten nach Arbeitsort werden wir nicht hinnehmen, wir sind zu weiteren Streikaktionen bereit“, war das einstimmige Votum.