Unternehmen zur Anzeige: Wir haben Betriebsräte rechtzeitig informiert

Ein Madsack-Sprecher nimmt auf Anfrage von DWL zur Anzeige der Gewerkschaften gegen Madsack Stellung: „Der in der Pressemitteilung erwähnte Antrag auf Durchführung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens liegt uns aktuell nicht vor, so dass wir zu den konkret erhobenen Vorwürfen keine Stellung nehmen können. Wir haben allerdings bei der Gründung des RND Digital Hubs die zuständigen Arbeitnehmervertretungen selbstverständlich wahrheitsgemäß, vollständig und rechtzeitig informiert und weisen den Vorwurf, wir hätten Aufklärungs- und Auskunftspflichten nicht erfüllt, nachdrücklich zurück.“

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Madsack hat DuMont als Kunden am Hacken

rndgmbhberlin.pngDie beiden Regionalzeitungensgruppen Madsack und DuMont schließen sich nach Informationen von meedia.de zu einer strategischen Partnerschaft zusammen, um eine gemeinsame Redaktion für Politik und Wirtschaft in Berlin zu gründen, die von der Zeitungsgruppe aus Hannover dominiert wird. „Damit dürfte aber die journalistische Vielfalt der Zeitungen weiter leiden. …Wie die beiden Unternehmen mitteilen, wollen die beiden Verlage die RND Berlin GmbH ins Leben rufen. Daran soll das zu Mediengruppe Madsack gehörende RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zu 75 % und DuMont zu 25 % beteiligt werden, heißt es. Weiterlesen

Madsack setzt auf Managed Print Service

Ricoh, ein japanischer Drucker- und Kopiererhersteller, hat das Print-Management an zehn Standorten der Madsack Mediengruppe neu organisiert. In Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Rechenzentrum (GRZ) von Madsack wurde ein einheitliches Service- und Technologiekonzept erarbeitet, das die Bereitstellung von insgesamt über 1.000 Multifunktions- und Drucksystemen von Ricoh vorsieht. Auch die zentralen Hausdruckereien der Mediengruppe werden berücksichtigt und sind mit zwölf Produktionsdrucksystemen ausgestattet.

Regionale Medienhäuser verändern sich, werden auch Fahrrad-Verleiher und Chauffeure

Wegbrechende Anzeigenumsätze, nicht so stark steigende Online-Umsätze, geringer steigende Vertriebsumsätze, alles das treibt die regionalen Zeitungsunternehmen, sich auf die Suche nach neuem Geschäftsfeldern zu machen. Die lokale und regionalen Postzustellung ist seit Jahren etabliert. Drei Beispiele aus Dresden, Leipzig und Neubrandenburg, was sich noch so geändert hat.

Sächsische Zeitung

Seit fünf Jahren ist die DD+V Mediengruppe, ein Unternehmen von Gruner+Jahr, Mehrheitseigner an 8mal8. Der Chauffeur-Service aus Dresden kutschiert Privat- und Geschäftskunden zu ihrem Ziel. Die Kunden müssen jede Fahrt vorab bestellen. Ordern können die Kunden den Dienst unter anderem per App. Weiter betreibt dienSächsische Zeitung das Fahrradleihsystem sz-bike. Das Im Zentrum des Stadt ist der Dienst nahezu uneingeschränkt free floating. Das bedeutet, Kunden können die Räder an jeder öffentlich einsehbaren Straßenkreuzung ausleihen. Betreiber des Services ist nextbike aus Leipzig. Weiterlesen

Rund 100 Streikende in Lübeck

Rund 100 Streikende aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben in Lübeck für faire und gute Arbeitsbedingungen demonstriert.

Mit einer Demonstration durch die Innenstadt von Lübeck haben streikende Journalisten von Lübecker Nachrichten, Kieler Nachrichten, Segeberger Zeitung und Ostsee-Zeitung am Mittwoch (25. April) die fünfte Runde der Tarifverhandlungen für Redakteure an Tageszeitungen begleitet. Rund 100 Teilnehmer forderten in Sprechchören ein Ende der Hinhaltetaktik der Verleger und eine angemessene Erhöhung der Gehälter und Honorare, um mindestens 200 Euro für Berufseinsteiger. „Junge Redakteure und Volontäre müssen fair bezahlt werden, um den Beruf auch in Zukunft attraktiv zu halten“, so Arnold Petersen, DJV-Landesvorsitzender von Schleswig-Holstein, bei der Kundgebung vor der Geschäftsstelle der Lübecker Nachrichten.

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OS/LN-Geschäftsführerin Stefanie Hauer muss Hut nehmen

madsackozLässt die SPD-Medienholding ddvg ihre Muskeln spielen? Zwei Wochen nach einem peinlichen Auftritt bei einem Redaktionsbesuch des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten muss Stefanie Hauer, bisher Chefin von Ostsee-Zeitung (OZ) und Lübecker Nachrichten (LN), ihren Hut nehmen.

Die Zentrale in Hannover versuchte, das Offensichtliche irgendwie zu kaschieren: „Madsack stellt Geschäftsführung der Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung neu auf“ erfuhren die Mitarbeiter beider Blätter am Freitagnachmittag in einer knappen Mail. Das sollte wohl nach Planung klingen, aber die Sturzgeburt ist offenkundig, schließlich wurden nur Interims-Chefs für beide Titel benannt. Klar ist lediglich die Ansage, dass die bisherige Managerin Stefanie Hauer „mit sofortiger Wirkung“ aus beiden Unternehmen ausscheidet. Weiterlesen

Manuela Schwesig wirkte „not amused“ beim Empfang zu 65 Jahre OZ über Resolution

Eröffnung des OZ-Fests  und Empfang in der DruckereiOb der Appell Gehör gefunden hat? Manuela Schwesig wirkte „not amused“, als sie zum Auftakt des Jubiläumsfestes auf dem Hof des Rostocker Medienhauses unverhofft die Resolution „Dauerhafter Tarifschutz für alle Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung!“ in den Händen hielt. Vielleicht auch deswegen, weil die von der stellvertretenden ver.di-Landesleiterin Conny Töpfer und DJV-Landesgeschäftführerin Corinna Pfaff im Namen der Mitglieder beider Gewerkschaften überbrachte Botschaft den Finger deutlich in die Wunde legt: „Gerade einem Betrieb der Mediengruppe Madsack, deren größter Gesellschafter die SPD-Medienholding ddvg ist, kommt eine Vorbildwirkung für unser Bundesland zu, das dringend mehr und nicht weniger Tarifbindung benötigt.“ Weiterlesen

Rostock: Protest gegen Tarifbruch

Mit einer Kundgebung vor dem Medienhaus am Rostocker Steintor haben Mitarbeiter_innen der zum Madsack-Konzern gehörenden Ostsee-Zeitung (OZ) gegen den angekündigten Rückzug des Verlages aus dem Tarif protestiert. Auf Plakaten mit der Schlagzeile „Tarifbruch mit Segen der SPD“ wandten sie sich an den größten Einzelgesellschafter der Mediengruppe mit Sitz in Hannover, die SPD-Holding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg). Weiterlesen

Ostsee-Zeitung: Neueinstellungen nur noch in tariflosem Tochterunternehmen

spdbruchDie Web-Seite Qualtität und Vielfalt sichern, schreibt am 3. September 2017, dass Madsack angekündigt hat, Neueinstellungen in der Ostsee-Zeitung nur noch in einem tariflosen Tochterunternehmen vorzunehmen. „Wenige Tage vor dem mit großem Pomp geplanten Hoffest zum 65. Jubiläum der Ostsee-Zeitung (OZ) hat die Konzernleitung der Madsack-Mediengruppe, deren größter Einzelgesellschafter die SPD-Medienholding ddvg ist, den Mitarbeitern ein Geburtstagsgeschenk besonderer Art präsentiert: Künftig wolle man nur noch in tariflosen Tochterfirmen einstellen. Das geht aus einer Veröffentlichung des Betriebsrates hervor.“ Weiterlesen

VGM: Wieder betriebsbedingte Kündigungen in Hannover

Der VGM-Betriebsrat informiert über erneute betriebsbedingte Kündigungen bei Verlagsgesellschaft in Hannover. Die Abteilung Servicepool soll geschlossen werden. Hier werden Anzeigenaufträgen und Anzeigensonderprodukten, die Abrechnung, Anzeigenabschlüsse, Sepa-Mandate, Produktüberwachung und Reklamationen bearbeitet. Die Arbeit soll an eine Madsacktochter in Potsdam verlagert werden. Von der Maßnahme sind sieben Arbeitnehmer betroffen. Nach Angaben des Betriebsrats soll es zu Sozialplanverhandlungen kommen. Hier der Wortlauf des Betriebsrats-Infos. ->