Pressedruck Potsdam GmbH: Noch kein Ergebnis erzielt

Auch in der Tarifverhandlung vom 12. August 2016 konnte kein Ergebnis erzielt werden. Die erste Runde hatte am 29. Juli 2016 stattgefunden. Zwar hat der Arbeitgeber in der Verhandlung ein verbessertes Angebot vorgelegt: a. für das Jahr 2016 bot er eine Einmalzahlung in Höhe von 500,– Euro (Vollzeit), aber keine weitere Lohnerhöhung, b. für das Jahr 2017 könne eine Entgelterhöhung von 2% und c. ab dem 1. Januar 2018 eine Lohnerhöhung von 0,5% erfolgen d. die Laufzeit des Tarifvertrages soll bis zum 31. Juli 2019 vereinbart werden. Dieses Angebot hat die Tarifkommission als nicht ausreichend bezeichnet und deutlich gemacht, dass es Ziel ist, die Entgelte bei der Pressedruck GmbH der Fläche in der Druckindustrie anzugleichen. Als Kompromiss schlug die Tarifkommission vor, die Entgelte auf 97,5% der Entgelte des Madsack-Druckhauses Leipzig in 3 Stufen bis zum 31. Juli 2019 auf 15,45 Euro/Std. (Ecklohngruppe) anzuheben. Dieses wiederum lehnte die Arbeitgeberseite als überhöht ab. Die Verhandlungen sind derzeit unterbrochen, ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die Tarifkommission wird sich zeitnah treffen und die weitere Vorgehensweise beraten. Hierüber erhaltet ihr dann eine gesonderte Tarifinformation.

Pressedruck Potsdam: Und das soll`s gewesen sein?

Am 29. Juli 2016 fand für die Beschäftigten von Pressedruck Potsdam die erste Lohntarifverhandlungsrunde statt. Der Arbeitgeber stapelt tief: 2016 soll es keine Lohnerhöhung geben, 2017 eine Einmalzahlung über 500 € und 2018 1,2 Prozent, so das erste Angebot. Nächste Verhandlungsrunde ist am 12. August 2016. Die Druckerei, die u.a. der MAZ und Wochenspiegel produziert, gehört den Kieler Nachrichten und der Madsack Mediengruppe. Sie beschäftigt rund 100 Arbeitnehmer. Das letzte Rohergebnis der Druckerei betrug 10,488 Mio. €, das operative Ergebnis lag bei 23.000 €. Hier die ver.di-Info: Weiterlesen

Weitere Ausgliederungen bei der MAZ in Potsdam

Die großen regionalen Zeitungsgruppen organisieren ihre Geschäftsprozesse neu. Dienstleistungen wie z.B. der Medien/Anzeigenproduktion werden zentralisiert oder an externe fremdvergeben. Zur Neuordnung der Anzeigenbereiche in der gesamten Madsack Mediengruppe war 2015 bereits die Firma Madsack Markt und Media Service GmbH (MaMaMeSe) gegründet worden. Die neue Gesellschaft agiert an den drei Konzernstandorten Hannover, Leipzig und Potsdam. Während in Leipzig die Blattplanung und der Anzeigenumbruch erfolgen, soll in Hannover und Potsdam der Key Account zugeliefert werden. Zum 1. Januar 2016 sind in der MAZ in Potsdam 19 Kolleginnen und Kollegen in die neue Gesellschaft übergegangen. Sie waren zuvor in den Bereichen Blattplanung und Digitalservice der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft (MVD) sowie in der tariflosen Tochtergesellschaft „WochenSpiegel“ tätig. Weiterlesen

MAZ mit neuer Druckmaschine gestartet

Am 27. Juni 2014 nahm die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) in Potsdam eine neue Druckmaschine in Betrieb. Mit dem offiziellen Andruck auf dem MAZ Sommerfest erscheint der Titel komplett im Vierfarbendruck. Die neue Druckmaschine, eine Commander CL Maschine vom Koenig & Bauer, kann bis zu 42 500 MAZ-Exemplare pro Stunde drucken. Die beiden Gesellschafter der Pressedruck Potsdam GmbH, die Kieler Nachrichten (mehrheitlich) und die Mediengruppe Madsack, investierten einen zweistelligen Millionenbetrag in den Druckstandort Potsdam.
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Ab Spätsommer wird auch die MAZ die überregionalen Seiten aus Hannover beziehen

mazVermutlich im Spätsommer wird nach Angaben der Fachzeitschrift „Der Journalist“ (4/2014) die Märkische Allgemeinen Zeitung in Potsdam schrittweise die überregionalen Seiten aus der neuen Zentralredaktion  (RND in Hannover) beziehen. Am Standort in Potsdam ist mit redaktionellen Veränderungen in den betroffenen Bereichen zu rechnen.  Derzeit beschäftigt die Zentralredaktion in Hannover 35  Redakteure/innen, sie sollen größtenteils von der HAZ und vereinzelt von der LVZ oder der MAZ kommen. Für die zentrale Online-Produktion sind aktuell rund 10 Stellen konzernweit  ausgeschrieben worden. Bis Oktober 2014 soll ein so genannter Newsroom in der Madsack-Zentrale in Hannover mit einem meuen Redaktionssystem (Eidos Media) fertig sein.

Brandenburger Internetplattform „Meetingpoint“ übernommen

Das Brandenburger Internetportal Meetingpoint hat einen neuen Inhaber. Wie der bisherige Meetingpoint-Betreiber Christian Griebel auf Anfrage des Stadtfernsehen Brandenburg mitteilte, ist die Plattform mit dem 31.12.2013 an die Mediengruppe Madsack übergegangen. Griebel wird aber weiter die Redaktion des Portals leiten. Geschäftsführer wird der Regionalgeschäftsführer der MAZ, Benno Rougk. Rougk ist seit 2013 Regionalgeschäftsführer des Verlages und in Personalunion Redaktionsleiter des Brandenburger Stadtkuriers.

Neue Zentralredaktion von Madsack soll 37 Stellen umfassen

Die geplante Zentralredaktion der Madsack Zeitungen soll nach Mediendarstellungen aus 37 Redakteuren/innen bestehen. Bisher gibt es in den Mantelredaktionen des Konzerns 144. Betroffen sollen auch die Redakteuere/innen der Madsack-Agentur in Berlin sein, die von derzeit 18 auf 5 bis 6 Redakteure schrumpfen soll. Zur Sicherung arbeitsrechtlichner Positionen („Betriebsübergang“) sollen vermutlich interessierte Redakteure/innen  sich auf die neuen Stellen in der Zentralredaktion aus dem Konzern bewerben. Dieses Vorgehen hat es u.a. auch bei der Bildung der DuMont Redaktionsgemeinschaft in Berlin gegeben, die einst die überregionale Inhalte für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundsch geschrieben hatte, später kamen noch die Producer dazu. Hier ein kleiner Überblick in Nachrichtenform über diesen Herausbildungsprozess und gewerkschafltiche „Versuche“ der Tarifbindung dieser neuen Gesellschaft.

Gegen Tarifflucht in Potsdam und überall!

Morgen fährt ein Teil von uns mit Beschäftigten von Pressedruck Potsdam, sowie einigen Sympathisierenden nach Hannover, um vor Ort ein Zeichen gegen die Personalpolitik des Konzerns zu setzen. In Hannover treffen wir auch auf Kolleg_innen des KSC, die sich seit mehr als 30 Tagen im Streik befinden. Wir fordern die Unternehmens…- bzw. Konzernführung dazu auf, endlich verantwortungsvoll und -bewusst mit den Kolleginnen und Kollegen umzugehen. Das heißt vorallem, Abstand von Tarifflucht und dem immer neuen Outsourcing zu nehmen! Wir wenden uns auch gegen die Schließung der Mantelredaktion der Oberhessischen Presse. Auch von dort werden Mitstreiter_innen vor Ort sein.

Solidarische Grüße,
Eure ver.di Jugend – Potsdam/Nordwestbrandenburg

MAZ-Druckerei in Potsdam: Unternehmen verweigert weiterhin Tarifverhandlungen

Auch die beiden Warnstreiks am 23. August und 17. September haben die Geschäftsführung nicht von ihrer Ablehnung von Tarifverhandlungen abgebracht. Gleichzeitig wurde versucht, den Betriebsrat zum Abschluss einer gesetzwidrigen Betriebsvereinbarung über Arbeitszeitabsenkung in Weiterverarbeitung, Werkstatt und Plattenherstellung zu bewegen. Nach einer Sitzung der Vertrauensleute am vergangenen Samstag hat ver.di deshalb jetzt Gespräche über eine tarifliche Beschäftigungssicherung für diese Bereiche angeboten. Gleichzeitig bleibt es aber bei der Forderung nach Abschluss eines Vertrages zur Anerkennung der geltenden Flächentarifverträge. Weiterlesen

MAZ-Druckerei: Warnstreik am 17. September 2013

mazwarnGestern streikten von 17 bis 20 Uhr gut 30 Beschäftigte einer Schicht in der Druckerei der MAZ (Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdam). Sie forderten die Tarifbindung und protestierten gegen den radikalen Personalabbau im Unternehmen Pressedruck Potsdam GmbH. Die Druckerei wurde in die tariffreie Firma zum 1. April 2013 ausgelagert. Die neue Personalplanung der Geschäftsleitung bewirkt, dass mittlerweile 21 Helfer ihre Kündigung erhalten haben. Weitere acht Drucker sind von Kündigung bedroht. Zusätzlich sind etliche Beschäftigte  freiwillig gegangen, da sich die Arbeitsbedingungen nach dem Betriebsübergang drastisch verschlechtert haben.