Zeitungen an der Ostsee – Madsack unter Druck

Große Aufmerksamkeit erhält mittlerweile die Auseinandersetzung bei den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung in Rostock um Arbeitsplatzabbau und Sozialplanverhandlungen. Der NDR berichtete ausführlich im Schleswig-Holstein-Magazin am 13.12.2016 – anlässlich einer Veranstaltung von ver.di und DGB in Lübeck. Hier der Link zum Beitrag.

Madsack-Titel im einheitlichen Format

29, 35, 44 Jahre – mit ihrer auf Plakaten vermerkten Betriebszugehörigkeit bildeten Dutzende Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung (OZ) bei der jüngsten Verhandlung zwischen Geschäftsleitung und dem von der Gewerkschaft ver.di begleiteten Betriebsrat schweigend ein Spalier vor dem Tagungsraum. Rund 50 Arbeitsplätze will der Madsack-Konzern bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung abbauen. Den Betroffenen – unter ihnen viele Frauen in Altersgruppen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt – drohen Kündigung oder die Ausgliederung in tariflose Unternehmen der Mediengruppe mit Sitz im niedersächsischen Hannover. Weiterlesen

Was wird aus den Abo-Zeitungen an der Ostsee-Küste? DGB lädt zur Info-Veranstaltung

Was wird aus Ihrer Zeitung- Die Auseinandersetzung um die Lübecker Nachrichten und die Zeitungskrise

Die Lübecker Nachrichten werden – zusammen mit der Ostsee-Zeitung in Rostock – komplett umgebaut. Beschäftigte nennen es drastischer: der Verlag wird zerlegt. Folge davon ist ein massiver Stellenabbau in Redaktion und Verlag. Die Zeitung gehört zum Madsack-Konzern, der seit Jahren diesen Umbau verfolgt. Ähnliche Prozesse finden auch in anderen Medienkonzernen statt. Welche Folgen hat dies für die Region, was wird aus der Zeitung in der Zukunft? DGB und ver.di Lübeck/Ostholstein laden herzlich zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein.

Am Dienstag, den 13.12.2016, 19:00 Uhr, Diele, Lübeck, Mengstr. 41

Über die aktuelle Situation und Auseinandersetzung informieren Sie: Karin Luther, ver.di (Betriebsratsvorsitzende, Lübecker Nachrichten) Robert Haberer, ver.di (Betriebsratsvorsitzender, Ostsee-Zeitung). Den Impulsvortag hält Martin Dieckmann, ver.di Nord unter dem Titel: „Das Gespenst einer Einheitszeitung in ganz Deutschland“

Moderation: Peter Junk, ver.di Nord

Anmeldung unter: bz.luebeck@verdi.de oder 0451 79905-0

Aktion der Belegschaft zum „OZ-Existenzgründerpreis“ in Rostock

ozaktionMit einer spontanen Kundgebung haben Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung (OZ) gegen den drohenden Arbeitsplatzabbau bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung protestiert. Sie versammelten sich vor dem Penta-Hotel in der Rostocker Innenstadt, in dem der „OZ-Existenzgründerpreis“ verliehen wurde. Mit einem „OZ-Existenzvernichterpreis“ und Flugblättern informierten sie die Gäste des Empfangs über die Pläne des Madsack-Konzerns (Hannover), in Rostock 50 Stellen zu streichen. Langjährigen Mitarbeitern droht die Ausgliederung in tariflose Tochterunternehmen oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Weiterlesen

Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung appellieren an SPD: Es geht um Existenzen

Unerwarteter Besuch beim Landesparteitag der Sozialdemokraten in Stralsund: Mitarbeiter von Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung erinnern die Genossen an ihre Beteiligung am Madsack-Konzern, der gerade ein hartes Sparprogramm an der Küste durchsetzen will. Für viele Delegierte und Besucher des Sonderparteitags der SPD in Stralsund waren das unbekannte Fakten: Über ihre Medienholding ddvg sind die Genossen der bedeutendste Einzelgesellschafter der Mediengruppe Madsack aus Hannover, die bei der ihr gehörenden Ostsee-Zeitung (OZ) massive Personaleinsparungen vornehmen will. Weiterlesen

OZ: Betriebsrat legt Geschäftsleitung Fragenkatalog vor

ozfragenWie teuer kommt die geplante Umstrukturierung im Zuge des Programms „Madsack 2018“ unsere Ostsee-Zeitung wirklich zu stehen? Ist es tatsächlich nicht möglich, allen Mitarbeitern eine Zukunft im Betrieb zu geben? Der Betriebsrat hat mit seinem Sachverständigen, dem Rechtsanwalt Klaus Müller-Knapp, über die Pläne der Geschäftsleitung zum Personalabbau in Verlag und Technik und deren weitreichende Konsequenzen beraten. Im Ergebnis ist ein erster Katalog mit rund 150 detaillierten Fragen entstanden, um Aufschluss über die Hintergründe und Auswirkungen der Maßnahmen zu erhalten. Weiterlesen

Betriebsrat der Ostsee-Zeitung: Nerven bewahren, Stärke zeigen

img_4759Der Betriebsrat der Ostsee-Zeitung hat mit der Rostocker Geschäftsleitung eine erste Gesprächsrunde zum geplanten Personalabbau geführt. Es ging um erste Verständnisfragen, so der Betriebsrat. Mit den Gewerkschaften wird es eine weitere Absprache zum Vorgehen geben. „Mitte Januuar hatte sich die Geschäftsleitung verpflichtet, für den drohenden Fall eines Personalabbaus im Verlagsbereich umgehend die Tarifverhandlungen über Beschäftigungs- sicherung wieder aufzunehmen. Von diesem Verlauf und Ergebnis hängt das ganze weitere Verfahren ab.“ Der Betriebsrat macht seine Ziele klar: „Niemand soll in die Arbeitslosigkeit gehen. Für alle sollen auch in Zukunft auch möglichst hohe Schutzstandards gelten.“ Der Appell an die Belegschaft: „Um unsere Forderungen  durchzusetzen, gilt es Nerven zu bewahren und Stärke zu zeigen.“Hier das Info im Wortlaut: Weiterlesen

Betriebsrat Ostsee-Zeitung: 50 Arbeitsplätze in Gefahr

Dozbribfias lassen wir uns nicht gefallen! Nach Monaten der geheimen Vorbereitungen hat die Leitung die Karten auf den Tisch gelegt: In den Abteilungen Anzeigen, Marketing und Vertrieb, Personal, IT, Blattplanung, ISDN-Pool und MV Media sollen insgesamt rund 50 Arbeitsplätze bei unserer Ostsee-Zeitung gestrichen werden. Das betrifft auch Stellen in den Verlagshäusern. Diese Pläne sind ohne jede vorherige Information des Betriebsrates entstanden, obwohl das Betriebsverfassungsgesetz eine rechtzeitige Beteiligung mit Beginn der Planungphase vorschreibt. Geschäftsführerin Stefanie Hauer bestätigte auf der Mitarbeiterversammlung ausdrücklich: „Wir haben solange am Konzept gefeilt, bis wir sicher waren, dass es das richtige für die OZ ist und wir zu 100 Prozent dahinter stehen.“ Weiterlesen

DJV: Schluss mit Kahlschlag bei Madsack Zeitungen!

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen die bekannt gewordenen Pläne zum erneuten Stellenabbau bei den Madsack-Titeln Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten. Berichten zufolge sollen bei beiden Zeitungen insgesamt 30 Arbeitsplätze wegfallen und weitere 35 Stellen in tariflose Tochterfirmen ausgelagert werden. In welchem Umfang die Redaktionen beider Zeitungen betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Weiterlesen

Spontaner Protest gegen neue Streich-Konzepte bei OZ

ostseezeitungprotestDie Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ informiert über den unmittelbaren Protest der Belegschaft der Ostsee-Zeitung, als Madsack die neuen Abbau-Pläne in Rostock präsentiert hatte. Darauf kam es am Nachmittag des 19. September 2016 es zu einer Protestkundgebung vor der Zeitung.  Die Geschäftsleitung hatte dem Betriebsrat den Wegfall von vier Dutzend Stellen in Verlagsabteilungen und technischen Bereichen außerhalb der Druckerei vorgestellt. „Verschiedene Bereiche, wie etwa die Anzeigenerfassung, sollen geschlossen oder zum Teil massiv reduziert, andere Mitarbeiter und deren Aufgaben in tariflose Tochtergesellschaften des Madsack-Konzerns (Hannover) ausgegliedert werden. Weiterlesen