Unternehmen zur Anzeige: Wir haben Betriebsräte rechtzeitig informiert

Ein Madsack-Sprecher nimmt auf Anfrage von DWL zur Anzeige der Gewerkschaften gegen Madsack Stellung: „Der in der Pressemitteilung erwähnte Antrag auf Durchführung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens liegt uns aktuell nicht vor, so dass wir zu den konkret erhobenen Vorwürfen keine Stellung nehmen können. Wir haben allerdings bei der Gründung des RND Digital Hubs die zuständigen Arbeitnehmervertretungen selbstverständlich wahrheitsgemäß, vollständig und rechtzeitig informiert und weisen den Vorwurf, wir hätten Aufklärungs- und Auskunftspflichten nicht erfüllt, nachdrücklich zurück.“

Advertisements

Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen Madsack wegen Missachtung von Pflichten

anzeigedjudjv.png

Wegen grober Missachtung von Informations- und Beratungsrechten haben die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und betroffene Betriebsräte ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Verantwortliche des Madsack-Konzerns beantragt. Anlass für die Anzeige gemäß Paragraf 121 des Betriebsverfassungsgesetzes bei den zuständigen Aufsichtsbehörden ist die grundlegende Umstrukturierung der Online-Aktivitäten innerhalb der Mediengruppe. Diese sollen künftig für alle regionalen Angebote sowie das neue Portal rnd.de zentral aus Hannover gesteuert werden. Damit verbunden ist ein Stellenabbau an den einzelnen Standorten.
Weiterlesen

Schwerin: Landtag beschäftigt sich mit Situation der Medien

Die Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ berichtet über eine Warnstreik und eine Debatte im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Hier der Text. Die Situation bei der Ostsee-Zeitung (OZ) und anderen Medienhäusern Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt den Landtag. Vor dem Schweriner Schloss protestieren streikende Journalisten gegen den Stillstand bei den aktuellen Tarifverhandlungen und schlechte Arbeitsbedingungen, im Plenarsaal mahnt die Opposition die Große Regierungskoalition zum Handeln: Wenn – wie bei der OZ geschehen – einen Tag vor einer Betriebsratswahl 32 Mitarbeiter einer für Abo-Werbung zuständigen Tochterfirma die Kündigung erhielten, das Management die Interessenvertretung bei Verhandlungen über Provisionen mit Ausgliederungsdrohungen unter Druck setze und Neu-Einstellungen nur noch bei tariflosen Tochterfirmen erfolgten, dann würden „Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten“, so Linken-Wirtschaftsexperte Henning Foerster.

Weiterlesen

Abo-Service der Ostsee-Zeitung beschlossen – 32 Kündigungen

ozabo.pngDie Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ in Mecklenburg-Vorpommern informiert über die Schließung des Abo-Services der Ostsee-Zeitung und der Kündigung aller 32 Beschäftigten. Nach ihrer Sicht ist dies ein „neuer Tiefschlag im Konflikt um die Rechte der Beschäftigten bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung und meint, dass auch die Beziehungen von Betriebsrat und Geschäftsleitung einen sehr schlechten Stand erreicht hätten: „Nur einen Tag vor der Wahl einer neuen Interessenvertretung hat die Leitung die Schließung des bisher im Rostocker Verlagsgebäude sitzenden Ostsee Aboservices und die sofortige Kündigung aller 32 Mitarbeiter bekanntgegeben.“ Weiterlesen

Warnstreik auch in der Ostsee-Zeitung

oz.jpegEinen Tag vor der fünften Runde der bundesweiten Tarifverhandlungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen haben sich streikende Journalisten der Ostsee-Zeitung (OZ, aktuelle Auflage rund 125 000 Exemplare) in einem offenen Brief an Geschäftsleitung und Chefredaktion des Blattes sowie den Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) gewandt: „Geben Sie uns endlich das, was wir verdienen, egal ob Feste oder Freie: Respekt, Anerkennung, Wertschätzung!“ Weiterlesen

Streiks bei der Ostseezeitung und den Lübecker Nachrichten am 12. März

29067280_1027765934055942_7001103890015846400_n„Journalisten der Ostsee-Zeitung sind am heutigen Montag (12. März) am Standort Rostock dem Aufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und in den Warnstreik getreten. In einer Kundgebung vor dem Medienhaus am Steintor, bei der sich auch Kollegen aus dem Verlag solidarisierten, waren die jetzt bekannt gewordenen Rekordgewinne der größten Regionalzeitung Mecklenburg-Vorpommerns zentrales Thema. Ein Gewinn von 8,4 Millionen Euro, den die Bilanz 2016 ausweist, mache deutlich, dass die Forderungen nach einer angemessenen Erhöhung der Entgelte und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten berechtigt sei, hieß es.
Weiterlesen

OS/LN-Geschäftsführerin Stefanie Hauer muss Hut nehmen

madsackozLässt die SPD-Medienholding ddvg ihre Muskeln spielen? Zwei Wochen nach einem peinlichen Auftritt bei einem Redaktionsbesuch des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten muss Stefanie Hauer, bisher Chefin von Ostsee-Zeitung (OZ) und Lübecker Nachrichten (LN), ihren Hut nehmen.

Die Zentrale in Hannover versuchte, das Offensichtliche irgendwie zu kaschieren: „Madsack stellt Geschäftsführung der Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung neu auf“ erfuhren die Mitarbeiter beider Blätter am Freitagnachmittag in einer knappen Mail. Das sollte wohl nach Planung klingen, aber die Sturzgeburt ist offenkundig, schließlich wurden nur Interims-Chefs für beide Titel benannt. Klar ist lediglich die Ansage, dass die bisherige Managerin Stefanie Hauer „mit sofortiger Wirkung“ aus beiden Unternehmen ausscheidet. Weiterlesen

Manuela Schwesig wirkte „not amused“ beim Empfang zu 65 Jahre OZ über Resolution

Eröffnung des OZ-Fests  und Empfang in der DruckereiOb der Appell Gehör gefunden hat? Manuela Schwesig wirkte „not amused“, als sie zum Auftakt des Jubiläumsfestes auf dem Hof des Rostocker Medienhauses unverhofft die Resolution „Dauerhafter Tarifschutz für alle Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung!“ in den Händen hielt. Vielleicht auch deswegen, weil die von der stellvertretenden ver.di-Landesleiterin Conny Töpfer und DJV-Landesgeschäftführerin Corinna Pfaff im Namen der Mitglieder beider Gewerkschaften überbrachte Botschaft den Finger deutlich in die Wunde legt: „Gerade einem Betrieb der Mediengruppe Madsack, deren größter Gesellschafter die SPD-Medienholding ddvg ist, kommt eine Vorbildwirkung für unser Bundesland zu, das dringend mehr und nicht weniger Tarifbindung benötigt.“ Weiterlesen

Rostock: Protest gegen Tarifbruch

Mit einer Kundgebung vor dem Medienhaus am Rostocker Steintor haben Mitarbeiter_innen der zum Madsack-Konzern gehörenden Ostsee-Zeitung (OZ) gegen den angekündigten Rückzug des Verlages aus dem Tarif protestiert. Auf Plakaten mit der Schlagzeile „Tarifbruch mit Segen der SPD“ wandten sie sich an den größten Einzelgesellschafter der Mediengruppe mit Sitz in Hannover, die SPD-Holding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg). Weiterlesen