Zeitungsdrucker und -Angestellte an der Nord- und Ostseeküste bekommen 3,8 Prozent mehr Gehalt

kuesteAuch für die Madasck-Zeitungen bzw. Beteiligungen an der Ostsee-Küste wurde am 10. Juni ein neuer Gehalts- und Lohntarifverträge vereinbart. Der Abschluss gilt für die gewerblichen und kaufmännischen Arbeitnehmer/innen. Die ver.di-Tarifkommission hatte schon zuvor deutlich gemacht, keine Koppelung mit Gehaltsstruktur- und Manteltarifmaterien zu akzeptieren. Entsprechende Ankündigungen der Verleger hatten in den Betrieben zu großer Unruhe geführt und die Bereitschaft zu Arbeitskämpfen signalisiert. Nach intensiven Diskussionen und mehrfachen Unterbrechungen zur internen Beratung konnten sich ver.di und VZN auf folgendes Ergebnis verständigen:
– 2 % Gehalts und Lohnsteigerung ab 1. Juli 2014
– 1,8 % Gehalts- und Lohnsteigerung ab 1. Juli 2015
– Laufzeit des Tarifabkommens bis 30. Juni 2016, also insgesamt 27 Monate.
Hier die Tarifinfo im Wortlaut

Redakteure der Kieler und Lübecker Nachrichten treffen sich zum Streik in Lübeck

Über 50 Journalisten der Lübecker und Kieler Nachrichten nahmen am 16.08.2011 an einem Warnstreik in Schleswig-Holstein teil. Sie versammeln sich vor dem Gebäude der Lübecker Nachrichten. Es wurde eine Resolution an den Verhandlungsführer der Zeitungsverleger in Nord, Thomas Ehlers, beschlossen. Weiterlesen

LVZ und Dresdner Neueste Nachrichten im OT-Status – auch Verlag und Redaktion

Die Mitgliedsverlage Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co KG (Leipziger Volkszeitung – LVZ) sowie die Verlag Dresdner Nachrichten GmbH & Co KG (Dresdner Neueste Nachrichten – DNN) haben ihre Mitgliedschaft im Verband Sächsischer Zeitungsverleger mit Wirkung vom 5. Juli 2011 in eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung umgewandelt. Dies wurde dem DJV Sachsen mitgeteilt. Die Gewerkschaft ruft dazu auf, sich bei allen Änderungswünschen seitens des Arbeitgebers auf keinen Fall zu unterschreiben.  Eine Mitgliedschaft des Arbeitgebers im Verlegerverband ohne Tarifbindung ist nicht gleichbedeutend mit Tariflosigkeit. Die dem Anstellungsvertrag zugrunde liegende tarifliche Einbindung besteht individuell weiter. Die Unternehmen in Leipzig und Dresden werden nunmehr zu Haustarifverhandlungen aufrufen. Die Unternehmen gehören zu Verlagsgruppe Madsack in Hannover.

Ostsee-Zeitung vor der Tür

Ostsee-Zeitung vor der Tür: Informationen zum Stand Tarifverhandlungen und Debatte zu weiteren Aktionen, wird gezwitschert und bebildert. Die Ostsee-Zeitung gehört zu 100 % zu den Lübecker Nachrichten (LN) , die eine 100 prozentige Tochter von Madsack ist. Die Verlagsgruppe in Hannover hatte die beiden Titel sowie die restlichen 50 % der LVZ und 49 % der Kieler Nachrichten von Axel Springer 2007 gekauft.

LVZ Druckerei wechselt in OT – Betriebsrat: Nach der Tarifrunde ist jetzt wieder vor der Tarifrunde

Nach Unternehmensangaben hat die Geschäftsleitung der LVZ erklärt, dass sie mit der Druckerei in die OT-Mitgleidschaft des Arbeitgeberverbandes gewechselt ist. Der Betriebsrat: Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde. Die Belegschaft wurde über die Absichtserklärung des Unternehmens vom Betriebsrat informiert.

Große Zeitungsgruppen verändern Schritt für Schritt die Arbeitsbeziehungen–wechselt die LVZ in die OT-Mitgliedschaft?

Glaubt man den Gerüchten, dann soll die LVZ in den OT-Status gewechselt haben. Die Verlagsgruppe Madsack, die Nummer vier unter den deutschen Verlagsgruppen ist über die Jahre mit ihren kleinen Regionaltitel in die OT-Mitgliedschaft gewechselt oder durch Ausgliederung den Weg raus aus regulierten Arbeitsbeziehungen gegangen. In OT-sind die Oberhessische Presse (5/2008) und die Waldeckische Landeszeitung (5/2008). Der Geschäftsführer der LN und OZ drohte in der laufenden Tarifrunde, bei den Zeitungsredakteuren die bundesweiten Verhandlungen zu verlassen.  Andere große Zeitungsgruppen gehen diese Weg schon länger. Weiterlesen