Nachtzuschläge – Konzernbetriebsrat von Madsack prangert an

Kaum zu glauben, wie sich Madsack an manchen Stellen gegenüber seinen Beschäftigten verhält und dabei Gesetze, Arbeitsverträge und gerichtliche Entscheidungen ignoriert. Sowohl bei den Zeitungs-Zustelleinheiten (ZVG) als auch beim Hoffnungsprojekt Citipost etwa bringt die Geschäftsführung die Kolleginnen und Kollegen um ihre gesetzlich vorgegebenen Nachtschichtzuschläge bei den Briefleuten um Teile, bei den ZVG gar um Alles! Bislang wurden etwa bei der ZVG City in Hannover etwa 30 Beschäftigte, rund ein Viertel der Belegschaft, um ihre gesetzlich vorgegebene Zulage gebracht. Nicht einmal, sondern dauerhaft. Das Ganze ist ein weiterer Versuch, den Wirkungen des Mindestlohn es etwas entgegenzusetzen. Weiterlesen

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Wolfgang Büchner auf dem Weg zu Madsack

Wolfgang Büchner wechselt zum 1. Januar 2017 von Ringier in der Schweiz zur Madsack Mediengruppe in Hannover.  Er übernimmt die Leitung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) und bekommt den Titel „Chief Content Office“, eine neu geschaffene Funktion in der Mediengruppe. Büchner soll die digitale Transformation und Medienentwicklung von Madsack verantworten. „Über die Gründe“, schreibt Horizont, „für seinen Abschied von Ringier schweigen sich die Beteiligten noch aus. Sicher scheint aber, dass Büchner selbst um die Auflösung seines noch bis 2017 laufenden Vertrages nachsuchte, um dem Ruf von Madsack-Chef Thomas Düffert zurück nach Deutschland zu folgen. “

Wolfgang Büchner war im Juli 2015 Geschäftsführer der Blick-Gruppe, dem Boulevard-Titel von Ringier, geworden. Er kam vom Spiegel, wo ihn die Redaktion vor die Tür gesetzt hatte. Davor war er Chefredakteur von dpa. Zu seiner Laufbahn gehörte auch seine Mitarbeit an dem 1990 in Halle/Saale und Magdeburg geründeten  Gemeinschaftsunternehmen von Madsack und DuMont, „Neue Presse/Express“. Hier kümmerte er sich um die Landespolitik. Man darf gespannt sein, wann Wolfgang Büchner bei Madsack die Beziehungen belastet.

Madsack ist Nummer Fünf im deutschen Zeitungsmarkt

Die Madsack Mediengruppe ist nach Berechnungen des Dortmunder Formatt-Instituts die Nummer Fünf unter den deutschen Zeitungsverlagen. Bezugspunkt ist dabei die IVW-Auflage des l. Quartals 2016. Der Marktanteil von DuMont beträgt 5,3 Prozent. Größte Zeitungsgruppe ist Axel Springer mit einem Marktanteil von 14,0 Prozent. Unter den Abo-Titeln liegt Madsack  mit 6,3 Prozent auf Platz 3. Weiterlesen

Madsack-Vorstufenbetrieb Typomedien in Hannover soll geschlossen werden

typomedien

Web-Seite von Typomedien schon nicht mehr zu erreichen.

Die Beschäftigten von Typomedien.de GmbH  in Hannover, der Vorstufen- betrieb für die zur Madsack Mediengruppe gehörende HAZNP, stehen vor dem Nichts. Sie sollen ihre Arbeit verlieren, der Betrieb soll geschlossen werden und der Satzauftrag soll an einen anderen Satzdienstleister vergeben werden. Am 3. November 2015 wurde der Betriebsrat über die Schließung informiert. Von der Maßnahme sind 18 Arbeitnehmer betroffen. Lutz Kokemüller, verdi-Landesfach- bereichsleiter Medien für Niedersachsen/Bremen: „Die Linie von Madsack ist klar zu erkennen: Die Konsolidierung unter den Satzdienstleistern will Madsack nach meiner Meinung zu seinem Vorteil und zum Nachteil der Beschäftigten von Typemedien.de nutzen. So kann man nicht mit Beschäftigten umgehen, die durch ihr Engagement für eine gute Qualität der Medienproduktion der HAZ/NP in den vergangenen Jahren gesorgt haben.“ Weiterlesen

Madsack und Funke mit gemeinsamer Zustellung in Niedersachsen?

Die Funke Medengruppe und Madsack Mediengruppe prüfen eine Zusammenarbeit bei der Zustellung in Niedersachsen. „Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten, die Zusammenarbeit bei der Zustellung in Niedersachsen zu intensivieren, damit soll in einem schwierigen Zustellgebiet auch langfristig Versorgungssicherheit gewährleistet werden.“ Weder Madsack noch Funke wollten weitere Details nennen. Dem Bundeskartellamt liegen drei Anmeldungen für Gemeinschaftsfirmen vor. Funke Medien verlegt in Niedersachsen die Braunschweiger Zeitung und den Harz-Kurier, Madsack etwa die Hälfte seiner Tageszeitungstitel.

Erste Stellungnahme von Lutz Kokemüller (ver.di) zu angekündigten Druckerei-Schließung

Lutz Kokemüller, ver.di-Fachbereichsleiter Medien für Niedersachsen/Bremen sagte gestern nach der Ankündigung der Madsack-Geschäftsführung, die Zeitungsdruckerei in Hannover zu schließeen: Er habe als Gewerkschafter in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach ähnliche Situationen in Firmen erlebt. Aber wie bei Madsack mit derDruckerei-Belegschaft umgegangen und diese nicht eingebunden werde, habe er noch nirgendwo erlebt. Ergänzend sagte der, dass über das gewerkschaftliche Vorgehen am Sonnabend auf einer Mitgliederversammlung beraten wird.

Madsack-Druckerei in Hannover wird geschlossen, Neuvergabe an Druckerei Oppermann

Die rund 170 Beschäftigten der Madsack-Druckerei (Hannoversche Allgemeine Zeitung u.a.) haben am Montag, 29. Juni 2015,  aus der BILD erfahren müssen, dass die Druckerei in Hannover-Kirchrode Ende 2016 geschlossen wird. Die Druckaufträge sollen an die tariffreie Druckerei Oppermann in Rodenberg bei Bad Nenndorf vergeben werden. Das hat inzwischen die Geschäftsführung der Verlagsgesellschaft Madsack in abendlichen Informationsveranstaltungen gegenüber dem Betriebsrat und den Beschäftigten bestätigt. Weiterlesen

Madsack setzt auch weiterhin auf Druckprodukte – z.B. SONNTAG

Am 27. Juni 2015 erscheint erstmals das neue Wochenendjournal SONNTAG der Madsack Mediengruppe. Es liegt dann immer am sechsten Tag den Abo-Zeitungen der Gruppe (u. a. HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, LEIPZIGER VOLKSZEITUNG, MÄRKISCHE ALLGEMEINE) bei. Die Druckauflage leigt bei 640.000 Exemplaren. Wie die meisten deutschen Abo-Zeitungsgruppen, erwartet auch Madsack am Wochenende mehr die Printleser zu erreichen und einen steigenden Absatz. „Wochentags wachse die Bedeutung der digitalen Angebote. Am Wochenende dagegen sei es Zeit, mal auf die Bremse zu treten“, heißt es aus dem Verlag. Sonntag soll Trends und Themen aufgreifen, über die Menschen sich in ihrer Freizeit unterhalten.

Heute um 18:30 Uhr Information über Zukunft der Madsack-Druckerei in Hannover

Madsack-Verlagssitz in Hannover-Bemerode: Der mittlere Gebäuderiegel hinter den Bürotürmen beherbergt die Druckerei. Foto: www.ballon-sz.de/cc by-sa 2.0 wikimedia commonsHeute will Madsack um 18:30 Uhr die Belegschaft der Madsack-Druckerei in Hannover darüber informieren, wie es künftig weitergeht. Medien berichten vorab, dass der Konzern plane, Ende 2016 die Zeitungsdruckerei in Kirchrode zu schließen. Das soll sich aus einem Schreiben an den Mitgesellschafter DDVG ergeben. Die Druckerei sei nicht ausgelastet und die Technik veraltet. Aus ver.di-Kreisen war zu hören, dass Madsack heute von Print lebt und dass auch künftig die Sicherung des Kerngeschäft der Druck sein wird, eine Schließung mit Zukunftsplanung nichts zu tun hat. Mit ca.  430 Mio. € Umsatz aus dem Vertriebs- und Anzeigengeschäft in der letzten Bilanz würde sichbar, dass 64 % ausschließlich etwas mit Druck von Produkten zu tun hätte. Weiterlesen

„Waldeckische Landeszeitung“ und „Frankenberger Zeitung“ an Ippen verkauft

ver.di Hessen positioniert sich zum Verkauf der Waldeckischen Landeszeitung“ und der „Frankenberger Zeitung“ an die Verlagsgruppe Ippen bzw. deren Beteiligungsgesellschaft MBG in Bad Hersfeld. ver.di verweist darauf, dass Nordhessen jetzt komplett ein Ippen-Land sei. Erst vergangenen Woche hatte sich die Madsack Mediengruppe von ihrer Beteiligung an der Oberhessischen Presse getrennt. Kurz nach dem Ausstieg des Medienkonzerns Madsack bei der Tageszeitung „Oberhessische Presse“ in Marburg dreht sich das Zeitungskarussell auch in Nordhessen: Die „Waldeckische Landeszeitung“ in Korbach und die „Frankenberger Zeitung“, die bisher zu 100 Prozent zu Madsack gehörten, werden an die Medien Beteiligungsgesellschaft (MBG) in Bad Hersfeld verkauft. Beide Blätter haben zusammen eine Auflage von etwa 22.000 Exemplaren. Weiterlesen