Lübecker Nachrichten: Protest auf SPD-Parteitag

lnprotest1Beschäftigte der Lübecker Nachrichten (LN) haben am Samstag, dem 8. Oktober, bei der SPD-Wahlkreiskonferenz in Lübeck im Rahmen einer ver.di-Aktion gegen den geplanten Stellenabbau und Tarifflucht bei den LN protestiert. Die Delegierten der SPD-Konferenz wurden zur Unterstützung aufgerufen – gerade weil die SPD zu 23 % Miteigentümerin des Madsack-Konzerns ist, zu dem die LN gehören. Karin Luther, ver.di-Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzende, hatte das Wort. Verteilt wurde ein Brief an die Delegierten, von ver.di Nord veröffentlicht. Hier der Wortlaut: Weiterlesen

Betriebsrat der Ostsee-Zeitung: Nerven bewahren, Stärke zeigen

img_4759Der Betriebsrat der Ostsee-Zeitung hat mit der Rostocker Geschäftsleitung eine erste Gesprächsrunde zum geplanten Personalabbau geführt. Es ging um erste Verständnisfragen, so der Betriebsrat. Mit den Gewerkschaften wird es eine weitere Absprache zum Vorgehen geben. „Mitte Januuar hatte sich die Geschäftsleitung verpflichtet, für den drohenden Fall eines Personalabbaus im Verlagsbereich umgehend die Tarifverhandlungen über Beschäftigungs- sicherung wieder aufzunehmen. Von diesem Verlauf und Ergebnis hängt das ganze weitere Verfahren ab.“ Der Betriebsrat macht seine Ziele klar: „Niemand soll in die Arbeitslosigkeit gehen. Für alle sollen auch in Zukunft auch möglichst hohe Schutzstandards gelten.“ Der Appell an die Belegschaft: „Um unsere Forderungen  durchzusetzen, gilt es Nerven zu bewahren und Stärke zu zeigen.“Hier das Info im Wortlaut: Weiterlesen

 LN/OZ: 15 Prozent der Arbeitsplätze sollen geopfert werden – trotz Millionen Gewinne

Die jetzt in Rostock und Lübeck vorgestellten Konzepte, denen kurz- und mittelfristig rund 15 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer fallen würden, werden einmal mehr mit einer „schwierigen wirtschaftlichen Lage“ begründet. Die LN befänden sich „in den roten Zahlen“; die OZ schriebe zwar „noch“ gute Ergebnisse – doch auch ihr drohe ein weiterer Rückgang, hieß es. Weiterlesen

Betriebsrat Ostsee-Zeitung: 50 Arbeitsplätze in Gefahr

Dozbribfias lassen wir uns nicht gefallen! Nach Monaten der geheimen Vorbereitungen hat die Leitung die Karten auf den Tisch gelegt: In den Abteilungen Anzeigen, Marketing und Vertrieb, Personal, IT, Blattplanung, ISDN-Pool und MV Media sollen insgesamt rund 50 Arbeitsplätze bei unserer Ostsee-Zeitung gestrichen werden. Das betrifft auch Stellen in den Verlagshäusern. Diese Pläne sind ohne jede vorherige Information des Betriebsrates entstanden, obwohl das Betriebsverfassungsgesetz eine rechtzeitige Beteiligung mit Beginn der Planungphase vorschreibt. Geschäftsführerin Stefanie Hauer bestätigte auf der Mitarbeiterversammlung ausdrücklich: „Wir haben solange am Konzept gefeilt, bis wir sicher waren, dass es das richtige für die OZ ist und wir zu 100 Prozent dahinter stehen.“ Weiterlesen

DJV: Schluss mit Kahlschlag bei Madsack Zeitungen!

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen die bekannt gewordenen Pläne zum erneuten Stellenabbau bei den Madsack-Titeln Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten. Berichten zufolge sollen bei beiden Zeitungen insgesamt 30 Arbeitsplätze wegfallen und weitere 35 Stellen in tariflose Tochterfirmen ausgelagert werden. In welchem Umfang die Redaktionen beider Zeitungen betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Weiterlesen

Spontaner Protest gegen neue Streich-Konzepte bei OZ

ostseezeitungprotestDie Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ informiert über den unmittelbaren Protest der Belegschaft der Ostsee-Zeitung, als Madsack die neuen Abbau-Pläne in Rostock präsentiert hatte. Darauf kam es am Nachmittag des 19. September 2016 es zu einer Protestkundgebung vor der Zeitung.  Die Geschäftsleitung hatte dem Betriebsrat den Wegfall von vier Dutzend Stellen in Verlagsabteilungen und technischen Bereichen außerhalb der Druckerei vorgestellt. „Verschiedene Bereiche, wie etwa die Anzeigenerfassung, sollen geschlossen oder zum Teil massiv reduziert, andere Mitarbeiter und deren Aufgaben in tariflose Tochtergesellschaften des Madsack-Konzerns (Hannover) ausgegliedert werden. Weiterlesen

Verhindern die Bauern die GWB-Änderung bei den Verlagen?

Der Deutsche Bauernverband will in dem Gesetzespaket zum Kartellrecht, dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), Regelungen sehen, die „den Missbrauch von Marktmacht im Lebensmittelhandel“ verhindern. Dieses Vorhaben wird von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und der Bundestagsfraktion der CDU/CSU unterstützt. Für die drei kooperationswilligen Zeitungsverlage in Berlin, die Berliner Morgenpost, die Berliner Zeitung und den Tagesspiegel kann es bedeuten, dass ihr bisheriger Zeitplan ins Wanken gerät. Eine Zusammenarbeit im Verlagsbereich ist nach dem bisherigen GWB nicht erlaubt. Die 9. GWB-Novelle soll extra für die Verlage im Abschnitt „Presse“ eine Ergänzung in § 30 b vorsehen, dass Kooperationen aus wirtschaftlichen Gründen möglich sein können, aber nicht im redaktionellen Bereich. Ursprünglich wollten die drei im Herbst über ihre Vorhaben informieren. Weiterlesen

Nachtzuschläge – Konzernbetriebsrat von Madsack prangert an

Kaum zu glauben, wie sich Madsack an manchen Stellen gegenüber seinen Beschäftigten verhält und dabei Gesetze, Arbeitsverträge und gerichtliche Entscheidungen ignoriert. Sowohl bei den Zeitungs-Zustelleinheiten (ZVG) als auch beim Hoffnungsprojekt Citipost etwa bringt die Geschäftsführung die Kolleginnen und Kollegen um ihre gesetzlich vorgegebenen Nachtschichtzuschläge bei den Briefleuten um Teile, bei den ZVG gar um Alles! Bislang wurden etwa bei der ZVG City in Hannover etwa 30 Beschäftigte, rund ein Viertel der Belegschaft, um ihre gesetzlich vorgegebene Zulage gebracht. Nicht einmal, sondern dauerhaft. Das Ganze ist ein weiterer Versuch, den Wirkungen des Mindestlohn es etwas entgegenzusetzen. Weiterlesen

Pressedruck Potsdam GmbH: Noch kein Ergebnis erzielt

Auch in der Tarifverhandlung vom 12. August 2016 konnte kein Ergebnis erzielt werden. Die erste Runde hatte am 29. Juli 2016 stattgefunden. Zwar hat der Arbeitgeber in der Verhandlung ein verbessertes Angebot vorgelegt: a. für das Jahr 2016 bot er eine Einmalzahlung in Höhe von 500,– Euro (Vollzeit), aber keine weitere Lohnerhöhung, b. für das Jahr 2017 könne eine Entgelterhöhung von 2% und c. ab dem 1. Januar 2018 eine Lohnerhöhung von 0,5% erfolgen d. die Laufzeit des Tarifvertrages soll bis zum 31. Juli 2019 vereinbart werden. Dieses Angebot hat die Tarifkommission als nicht ausreichend bezeichnet und deutlich gemacht, dass es Ziel ist, die Entgelte bei der Pressedruck GmbH der Fläche in der Druckindustrie anzugleichen. Als Kompromiss schlug die Tarifkommission vor, die Entgelte auf 97,5% der Entgelte des Madsack-Druckhauses Leipzig in 3 Stufen bis zum 31. Juli 2019 auf 15,45 Euro/Std. (Ecklohngruppe) anzuheben. Dieses wiederum lehnte die Arbeitgeberseite als überhöht ab. Die Verhandlungen sind derzeit unterbrochen, ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die Tarifkommission wird sich zeitnah treffen und die weitere Vorgehensweise beraten. Hierüber erhaltet ihr dann eine gesonderte Tarifinformation.