RND Berlin: Antrag beim Bundeskartellamt gestellt

Am 11. Juni 2018 wurde beim Bundeskartellamt der Antrag auf Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen der Verlagsgesellschaft Madsack und der DuMont Mediengruppe vermerkt. Unter dem Aktenzeichen B7-94/18 wird der Vorgang dort geführt. Weiterlesen

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Unternehmen zur Anzeige: Wir haben Betriebsräte rechtzeitig informiert

Ein Madsack-Sprecher nimmt auf Anfrage von DWL zur Anzeige der Gewerkschaften gegen Madsack Stellung: „Der in der Pressemitteilung erwähnte Antrag auf Durchführung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens liegt uns aktuell nicht vor, so dass wir zu den konkret erhobenen Vorwürfen keine Stellung nehmen können. Wir haben allerdings bei der Gründung des RND Digital Hubs die zuständigen Arbeitnehmervertretungen selbstverständlich wahrheitsgemäß, vollständig und rechtzeitig informiert und weisen den Vorwurf, wir hätten Aufklärungs- und Auskunftspflichten nicht erfüllt, nachdrücklich zurück.“

Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen Madsack wegen Missachtung von Pflichten

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Wegen grober Missachtung von Informations- und Beratungsrechten haben die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und betroffene Betriebsräte ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Verantwortliche des Madsack-Konzerns beantragt. Anlass für die Anzeige gemäß Paragraf 121 des Betriebsverfassungsgesetzes bei den zuständigen Aufsichtsbehörden ist die grundlegende Umstrukturierung der Online-Aktivitäten innerhalb der Mediengruppe. Diese sollen künftig für alle regionalen Angebote sowie das neue Portal rnd.de zentral aus Hannover gesteuert werden. Damit verbunden ist ein Stellenabbau an den einzelnen Standorten.
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Schlankes Arbeiten von unterwegs bei der Märkischen Allgemeinen

Die neueste Ausgabe Sprachrohr (2/2018), dem Mitgliedermagazin des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie vom Landesverband Berlin-Brandenburg von ver.di, beschäftigt mit der „digitalen Arbeitsweise“ in der Märkischen Allgemeinen. „Neue digitale Arbeitsweise« heißt das, was der Madsack-Konzern offenbar in seinen Tageszeitungsredaktionen bundesweit einführen möchte. Nach der Hannoverschen Zentrale ist das Projekt jetzt in Potsdam, bei der »Märkischen Allgemeinen« angekommen. Im April wurde in der Redaktion darüber informiert, dass mittels eines digitalen ReporterTools das Prinzip »online first« besser zur Geltung gebracht werden soll. Alle Kolleginnen und Kollegen, die außerhalb Termine wahrnehmen und recherchieren, sollen mit der speziell verschlankten Variante des Redaktionssystems künftig mobiler arbeiten. Die neue Technik – Laptops sind bereits eingetroffen – soll es den Rechercheuren erleichtern, Artikel, Videos oder Fotos für die unterschiedlichen Publikationskanäle unterwegs zu erarbeiten und »auch selbst zu veröffentlichen«.

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Schwerin: Landtag beschäftigt sich mit Situation der Medien

Die Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ berichtet über eine Warnstreik und eine Debatte im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Hier der Text. Die Situation bei der Ostsee-Zeitung (OZ) und anderen Medienhäusern Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt den Landtag. Vor dem Schweriner Schloss protestieren streikende Journalisten gegen den Stillstand bei den aktuellen Tarifverhandlungen und schlechte Arbeitsbedingungen, im Plenarsaal mahnt die Opposition die Große Regierungskoalition zum Handeln: Wenn – wie bei der OZ geschehen – einen Tag vor einer Betriebsratswahl 32 Mitarbeiter einer für Abo-Werbung zuständigen Tochterfirma die Kündigung erhielten, das Management die Interessenvertretung bei Verhandlungen über Provisionen mit Ausgliederungsdrohungen unter Druck setze und Neu-Einstellungen nur noch bei tariflosen Tochterfirmen erfolgten, dann würden „Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten“, so Linken-Wirtschaftsexperte Henning Foerster.

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MOPO-Betriebsrat zum „Aus“ der Boulevard-Belieferung durch die MOPO

Kommando zurück für die Hamburger Politik-Redaktion. Anfang 2017 wurden sieben KollegInnen gegen ihren Willen nach Berlin versetzt. Nicht mal sechs Monate später wird nun verkündet, dass sie alle dort nicht mehr gebraucht werden: Das Verlagshaus Madsack übernimmt die Mantel-Produktion Politik/Wirtschaft für die DuMont-Titel. Die Betroffenen hatten Wohnungssuche, Umzüge, private Umbrüche, sind z.T. seit Januar Dauergast in ICEs zwischen HH und Berlin, drei von ihnen haben gegen die unzumutbare Versetzung geklagt. Alles komplett umsonst. Natürlich begrüßen wir die Entscheidung, den Betroffenen nun wieder Arbeitsplätze in Hamburg anzubieten. Aber was für ein Licht wirft das ganze Trauerspiel eigentlich auf den Umgang des DuMont-Konzerns mit seinen MitarbeiterInnen? Weiterlesen

Berliner Betriebsrat Berliner Newsrom zum „Aus“ der Hauptstadtredaktion:

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Protest gegen das Aus für die DuMont-Hauptstadtredaktion 

Die Gewerkschaften ver.di/dju Berlin, JVBB und der gemeinsame Betriebsrat der drei Berliner DuMont-Redaktionen erklären:  Wir sind entsetzt über das von DuMont beschlossene abrupte Aus für die 17 Kolleginnen und Kollegen der Hauptstadtredaktion (DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH). Die Quintessenz der neuen „Kooperation“ DuMonts mit Madsack ist: Die Hauptstadtredaktion wird bis zum Herbst dieses Jahres dicht gemacht. Es gibt sie seit acht Jahren, sie hat mit immer weniger Redakteuren unter einem schwierigen Konstrukt immer mehr Arbeit geleistet, die im gesamten Konzern geschätzt und gewürdigt wurde. Weiterlesen

DuMont verabschiedet sich vom überregoinalen Content

Der Web-Auftritt mmm.verdi.demmmduma von verdi im Bereich „Journalismus“ beschäftigt sich mit dem Deal von Madsack mit DuMont. „Die Verlage Madsack und DuMont werden künftig ihre Titel aus den überregionalen Themenfeldern Politik und Wirtschaft durch eine gemeinsame Hauptstadtredaktion beliefern. Die bisherige Redaktionsgemeinschaft von DuMont wird geschlossen. 17 Beschäftigte verlieren ihren Job. Sie können sich auf zehn Stellen in der neuen RedaktionsNetzWerk Berlin GmbH (RND) bewerben. Diese wird ihren Sitz in den Räumen des bisherigen Madsack-Redaktionsnetzwerks im Haus der Bundespressekonferenz haben. Entsetzen herrscht unter den Beschäftigten der DuMont-Hauptstadtredaktion, die erst 2017 in ein neues Redaktionsgebäude in Berlin-Kreuzberg umgezogen sind.

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Madsack/DuMont: ver.di befürchtet Verlust der Meinungsvielfalt und warnt vor Entlassungen

verdidijuduma.pngDer ver.di Bundesvorstand beschäftigt sich in ein einer Presse-Erklärung mit dem Ausstieg von DuMont als überregionalen Inhalte-Anbieter: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) befürchtet nach der Ankündigung der Bündelung der überregionalen Berichterstattung durch die Medien-Gruppen Madsack und DuMont den Verlust von Meinungsvielfalt und Arbeitsplätzen im Zeitungsjournalismus. „Wer auf sinkende Auflagen mit der Einschränkung journalistischer Vielfalt reagiert, ist auf dem falschen Weg“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Frank Werneke. „Die betroffenen Redaktionen können sich unserer Unterstützung bewusst sein, und auf keinen Fall darf es zu Entlassungen von Redakteurinnen und Redakteuren kommen.“
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