Konsolidierung auch im Presse-Großhandel

Auf der VDZ Vertriebs-Summit am 18./19. September 2018 in Hamburg hat der Geschäftsführer der Axel Springer-Tochter von Sales Impact, Martin Fischer, auch über die Entwicklung im Vertriebsgroßhandel, dem so genannten Grosso, hingewiesen. Er gehe davon aus, dass in dem kommenden Jahren zehn bis 15 Grossisten den deutschen Markt beliefern werden. 2017 waren es noch 46, vor fünf Jahren waren es 70. Weiterlesen

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Friedenspflicht bei den Zeitungsdruckereien endet am 30. 09.2018

17092018 erste Verhandlung.pngHeute, am 17. September 2018, fand in Berlin die erste Verhandlungsrunde für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie statt. Diese ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die zweite Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband Druck und Medien findet am 27. September 2018 in Berlin statt. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 30. September 2018.
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Droht das Ende der Madsack-Druckerei in Leipzig 2019: Erst BILD weg, dann DNN, dann LVZ?

turi2 fasst einen Text von Kai Renner für verschiedene Abo-Zeitungen der Funke Mediengruppe zusammen: „Die Madsack-Tochter Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft verliert den Druckauftrag der „Bild“, schreibt Kai-Hinrich Renner. Sie druckt aktuell täglich 270.000 Exemplare, das ist mehr als die Hälfte des täglichen Druckvolumens der Druckerei. Spätestens zum Jahreswechsel 2019/20 wolle Springer die Teilauflage in die eigene Druckerei in Berlin-Spandau holen. Madsacks „LVZ“-Schwesterblatt „Dresdner Neueste Nachrichten“ könnte zur Dresdener DDV-Mediengruppe wechseln, einer Tochter von Gruner + Jahr. Madsack und DDV würden auch „über weitere Verlagsdienstleistungen“ sprechen. Sollte die Leipziger Druckerei zur Disposition stehen, stünden die Chancen für DuMonts Druckerei in Halle gut, den Auftrag zu erhalten, schreibt Renner – dort entsteht, eine halbe Autostunde von der Leipziger Druckerei entfernt, die „Mitteldeutsche Zeitung“. In der Vergangenheit hatte die Madsack Mediengruppe ihre eigene Zeitungsdruckerei in Hannover geschlossen, davor in Peine und die Aufträge für ihre Titel fremdvergeben.

Madsack weiterhin auf Platz 3 unter den Regionalzeitungen

mp52018.pngUnter den deutschen Zeitungsgruppen nimmt die Madsack Mediengruppe gemessen an der verkauften Auflage laut einer Studie des Formatt Institut den fünften Platz ein. Mit ihren Abo- Titel gehört sie zu den größten deutschen Zeitungsgruppen. Ohne die Boulevard-Zeitungen, nur mit Blick auf die Abo-Zeitungen, liegt die Mediengruppe weiterhin auf Platz drei. Ihr Marktanteil beträgt  5,6 Prozent (2016: 5,3 %) und bei den Abo-Zeitungen 6,5 Prozent (2016: 6,3 %). 61,6 Prozent der gesamten Zeitungsauflage wurden im 1. Quartal 2018 von den TOP 10 der Verlagsgruppen verlegt. Die Verlagsgruppe Ippen konnte durch Unternehmenskäufe oder Assets ein Wachstum auch bei den Auflagen verzeichnen. Sie ist u.a. durch den Kauf der FR und FNP größer als die DuMont Mediengruppe geworden, die auf den sechsten Platz fiel. Weiterlesen

Debatte auf Twitter zu 125 Jahre Madsack

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Auf Twitter hat es eine Debatte um die Rolle der RND von Madsack für die Pressevielfalt in Deutschland nach der Feier der Unternehmensgruppe zum 125jährigen Bestehen am 17./18. Juni 2018 gegeben. Madsack-Geschäftsführer Thomas Düffert, der auf dem Festakt in Hannover die überregionale Politik-Berichterstattung gegen die Lokalberichterstattung ausspielen wollte, wird auf Twitter zitiert. Für ihn sei die Existenz einer Lokalzeitung wichtiger als die  Frage, ob es einen möglichen Rückgang in der quantitativen Pressevielfalt bei der überregionalen Berichterstattung gebe.
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Unternehmen zur Anzeige: Wir haben Betriebsräte rechtzeitig informiert

Ein Madsack-Sprecher nimmt auf Anfrage von DWL zur Anzeige der Gewerkschaften gegen Madsack Stellung: „Der in der Pressemitteilung erwähnte Antrag auf Durchführung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens liegt uns aktuell nicht vor, so dass wir zu den konkret erhobenen Vorwürfen keine Stellung nehmen können. Wir haben allerdings bei der Gründung des RND Digital Hubs die zuständigen Arbeitnehmervertretungen selbstverständlich wahrheitsgemäß, vollständig und rechtzeitig informiert und weisen den Vorwurf, wir hätten Aufklärungs- und Auskunftspflichten nicht erfüllt, nachdrücklich zurück.“

Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen Madsack wegen Missachtung von Pflichten

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Wegen grober Missachtung von Informations- und Beratungsrechten haben die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und betroffene Betriebsräte ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Verantwortliche des Madsack-Konzerns beantragt. Anlass für die Anzeige gemäß Paragraf 121 des Betriebsverfassungsgesetzes bei den zuständigen Aufsichtsbehörden ist die grundlegende Umstrukturierung der Online-Aktivitäten innerhalb der Mediengruppe. Diese sollen künftig für alle regionalen Angebote sowie das neue Portal rnd.de zentral aus Hannover gesteuert werden. Damit verbunden ist ein Stellenabbau an den einzelnen Standorten.
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Schlankes Arbeiten von unterwegs bei der Märkischen Allgemeinen

Die neueste Ausgabe Sprachrohr (2/2018), dem Mitgliedermagazin des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie vom Landesverband Berlin-Brandenburg von ver.di, beschäftigt sich mit der „digitalen Arbeitsweise“ in der Märkischen Allgemeinen. „Neue digitale Arbeitsweise« heißt das, was der Madsack-Konzern offenbar in seinen Tageszeitungsredaktionen bundesweit einführen möchte. Nach der Hannoverschen Zentrale ist das Projekt jetzt in Potsdam, bei der »Märkischen Allgemeinen« angekommen. Im April wurde in der Redaktion darüber informiert, dass mittels eines digitalen ReporterTools das Prinzip »online first« besser zur Geltung gebracht werden soll. Alle Kolleginnen und Kollegen, die außerhalb Termine wahrnehmen und recherchieren, sollen mit der speziell verschlankten Variante des Redaktionssystems künftig mobiler arbeiten. Die neue Technik – Laptops sind bereits eingetroffen – soll es den Rechercheuren erleichtern, Artikel, Videos oder Fotos für die unterschiedlichen Publikationskanäle unterwegs zu erarbeiten und »auch selbst zu veröffentlichen«.

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