Schampus und Arbeitsplatzabbau bei Madsack

Am 24. September 2015 feierte die Madsack Mediengruppe in einem so genannten „Flurfest“ ihr neues Hauptstadtbüro des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Mehr als 150 Gäste aus Politik, Medien und Wirtschaft nahmen daran teil. Kritisch wird aus Gewerkschaftskreisen angemahnt, dass es nicht zusammen passt, wenn in den Lübecker Nachrichten Redakteure gekündigt werden sollen, man im Berlin den Schampus schlürft und sich selber feiert. Weiterlesen

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Justizminister Maas sieht in zentralen Redaktionsnetzwerken etwas Gutes

Zentrale Redaktionsnetzwerke sind eine Chance für Medien und Politik? Über diese Aussage von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) während des Zeitungskongresses des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) kann sich die Deutsche Journalisten Union (dju in ver.di) nur wundern: „Uns ist nicht klar, wie man die Abkehr von Qualitätsjournalismus und den massiven Abbau von Personal überall in Deutschland auch noch derart loben kann“, wundert sich Matthias Büschking, Landessprecher für Niedersachsen und Bremen. In Perfektion erlebe man das gerade bei der Verlagsgesellschaft Madsack, die das Redaktions-Network Deutschland (rnd) etabliert hat. Was von Verlagen als Antwort auf den Journalismus der Zukunft verkauft werde, sei in Wirklichkeit ein knallhartes Sparprogramm, das ausgerechnet die Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft (ddvg) von Anteilseigner SPD widerspruchslos mitgehe. Weiterlesen

Neuer nationaler Vermarkter kommt 

Wie erwartet, haben im Rahmen des BDZV-Zeitungskongresses zehn regionale Zeitungsverlage eine Absichtserklärung zur Gründung eines neuen, nationalen Vermarkters unterzeichnet: die Funke Mediengruppe, die Madsack Mediengruppe, die DuMont Mediengruppe, die Südwestdeutsche Medienholding, die Verlagsgruppe Ippen, die Rheinische Post Mediengruppe, die Mediengruppe Pressedruck, Medien Union, Verlagsgruppe Rhein Main und RheinMainMedia. Die Gesellschaft steht auch anderen interessierten Verlagen offen.< Weiterlesen

Altersteilzeit für LN und OZ in Sicht

Bei einer Gesprächsrunde haben sich die Verhandlungskommissionen von ver.di und DJV mit der Geschäftsleitung von Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten auf Eckpunkte für einen Tarifvertrag über Altersteilzeit verständigt. Demnach könnten freiwillige Vereinbarungen für eine Laufzeit von sechs bis maximal acht Jahren abgeschlossen werden. Während der Altersteilzeit würden bei Halbierung der Arbeitszeit die Bezüge auf 85 Prozent des Nettogehaltes aufgestockt. Favorisiert werden Blockmodelle, in denen einer Arbeits- eine ebenso lange Freistellungsphase folgt. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen von Mitarbeitern, die einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen haben, sollen ausgeschlossen sein. Weiterlesen

Niedersachsens Landtag solidarisch mit Druckereibeschäftigten

landtagsoliEine Delegation, der von Kündigung bedrohten MitarbeiterInnen aus der Druckerei mit Familienangehörigen und dem Betriebsrat sind am Freitag, 18. September 2015 von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen in den Landtag eingeladen worden. Die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages haben sich am Freitag, 18.September 2015, mit den von Entlassung bedrohten Beschäftigten der Madsack-Druckerei in Hannover-Kirchrode solidarisch erklärt. Mit allen Stimmen von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen ver-abschiedeten sie einen Entschließungsantrag mit dem Titel „Tarifflucht verhindern – Arbeitsplätze bei Madsack in Hannover-Kirchrode erhalten!“. Allein die FDP-Fraktion enthielt sich der Stimme. Weiterlesen

Kommt es zur Umstellung der Lokalproduktion in der OZ?

  Nach der Ankündigung der Geschäftsleitung der Lübecker Nachrichten, die Mantelredaktion von LN und OZ einzustellen, deutet sich auch in der OZ in Rostock ein weiterer regionale Prozess an. So schreibt die Web-Seite „Qualität und Vielfalt sicher sichern“: „Aktuell konzentriert sich die Diskussion in Rostock auf die dort offenbar geplante Umstellung der Lokalseiten-Produktion an zentralen Newsdesk-Standorten, die mit einem entsprechenden Stellenabbau einhergehen könnte. Die betrieblichen Tarifkommissionen von ver.di und DJV haben Eckpunkte für einen Tarifvertrag zu dieser Thematik erarbeitet.“

Stellenabbau bei den Lübecker Nachrichten – ver.di Nord kündigt Widerstand an

fbfb8ver.di Nord sieht in dem geplanten Stellenabbau bei den Lübecker Nachrichten einen weiteren massiven Eingriff in die Eigenständigkeit der Zeitungsverlage an der Ostsee. Am Freitag wurde bekannt, dass die Lübecker Nachrichten ein Drittel der Stellen in der Redaktion abbauen wollen.Die gemeinsame Mantelredaktion von Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung in Rostock soll durch Dienstleistungen der konzerninternen Zentralredaktion in Hannover ersetzt werden. Die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung gehören zum Madsack-Konzern (u.a. „Hannoversche Allgemeine Zeitung“, „Leipziger Volkszeitung“, Gesellschafterin im Madsack-Konzern ist die dd_vg, eine Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD). Weiterlesen

Steht die Restrukturierung der Ostsee-Zeitung im Oktober bevor?

quvWährend die Mitarbeiter der Druckerei in Hannover um ihre Arbeitsplätze kämpfen, bereitet nach Einschätzung der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ die Madsack-Konzernleitung  die Restrukturierung der Ostsee-Zeitung vor.  Im Rahmen einer „Bestandsaufnahme“  informieren die OZ-Führungskräfte u.a. in  Form von Interviews eine Unternehmensberatung über die Arbeitsorganisation. Das geht aus einer Veröffentlichung des Betriebsrates hervor, nachdem ihm – unmittelbar vor einer Konferenz von Führungskräften zum „Workflow der Zukunft“ – jede Unterrichtung verweigert wurde.  Weiterlesen