ver.di: GWB-Änderung soll Kartellrecht weiter aushöhlen – Zu Gunsten der Verlage

In einer Presse-Erklärung positioniert sich der ver.di Fachbereich Medien zur geplanten Änderung des Kartellrechts/GWB gegen die jetzt vorgesehene Änderung im Abschnitt Presse. Die Bundesregierung höhle damit das Kartellrecht zu Gunsten der Verlage, zu Lasten der Beschäftigten und der publizistischen Vielfalt weiter aus. Der Entwurf sehe in § 30 b vor, dass Zeitungs- und Zeitschriftenverlage künftig außerhalb des redaktionellen Bereichs eine verlagswirtschaftliche Zusammenarbeit eingehen können. Das bedeutet, dass Verlage in allen Bereichen unterhalb der Redaktionsebene, etwa im Anzeigengeschäft, im Vertrieb, bei Druck und Zustellung, kooperieren können. Hier die Presse-Erklärung im Wortlaut: Weiterlesen

ver.di Stellungnahme zur GWB-Änderung: Wir sagen Nein!

Der ver.di Fachbereich Medien wendet sich in einer Stellungnahme  gegen die Änderung des § 30b des GWB. Er sehe vor, dass Zeitungs- und Zeitschriftenverlage künftig außerhalb des redaktionellen Bereichs eine verlagswirtschaftliche Zusammenarbeit eingehen können. U.a. in Berlin wollen die drei führenden Zeitungsgruppen, Funke, DuMont und Holtzbrinck ihre gemeinsame Verlagsarbeit ausbauen. Dazu bedarf es einer Änderung des GWB. Hier die Stellungnahme:

Wettbewerbsrecht soll im 1. Halbjahr 2017 für Regionalverlage geändert werden

Nach Angaben der Printausgabe des „Kontakters“, so schreibt turi2, soll das Wettbewerbsrecht den Verlagen eine erweiterte Zusammenarbeit in betriebswirtschaftlichen, nicht redaktionellen Bereichen, erleichtern. Die Bundesregierung kündigt eine entsprechende Gesetzesreform für das erste Halbjahr 2017 an. Über die bisherigen Auseinandersetzungen zum Wettbewerbsrecht hier eine kleine Übersicht.

Madsacks Durchmarsch an der Küste

quvNach Auffassung der Web-Seite „Qualität und Vielfalt sichern“ stellt die Übernahme der Minderheitenanteile der Lübecker Nachrichten durch den Mehrheitgesellschafter der Kieler Nachrichten (KN) eine neue Runde im Zentralisierungs-Karussell im Norden dar. Die Befürchtung: Die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung geraten unter noch stärkeren Einfluss des Medienkonzerns aus Hannover. Es bestehe für die 2008 gegründete Redaktions Service Gesellschaft (RSG) die Gefahr, dass deren Mantelbelieferung der LN und OZ durch die Zentraltredaktion von Madsack übernommen werde. Weiterlesen