SPD-Schatzmeisterin sieht „Medienkrise“ als Grund für ihre Weigerungshaltung, über Tarifvertrag zu verhandeln

Die SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks hat auf ein Anschreiben der KSC-Streikenden geantwortet. Obwohl es seit 13 Jahren keine Erhöhung der Löhne gegeben hat, nimmt sie die aktuellen Veränderungen am Medienmarkt als Grund für die Weigerung, mit ver.di einen Tarifvertrag über die Stundenlöhen zu verhandeln. Für die SPD geht es auch um eine ordentlichen Konzernrendite. Hendricks ist auch Generaltreuhänderin für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in Bezug auf die ddvg. Weiterlesen

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Betriebsversammlung in Hannover am 4. Dezember 2013

Am 4. Dezember 2013 findet um 13:30 Uhr die nächste Betriebsversammlung von Madsack in Hannover statt. Mit den Zielsetzungen von „Madsack 2018“ und den ersten Umsetzungsmaßnahmen, wie die Bildung einer Zentralredaktion, aber auch der Abbau von Kapazitäten und der Neuorganisation des Konzern, nimmt die Mediengruppe Madsack Anlauf, aus der anhaltenden Konsolidierungsauseinandersetzung gestärkt hervorzugehen. Die regionalen Zeitungsgruppen sehen die Möglichkeit des externen Wachstums auch durch Aufkauf. Dazu sollen die Kosten gesenkt werden, Geschäftsprozesse optimiert und neue Unternehmenseinheiten wie Geschäftsideen entwickelt werden, um eine hohe Profitabilität, einschließlich der notwendigen finanziellen Mittel, zu erreichen. Diese Strategie zielt auch darauf ab, Arbeitsplätze abzubauen. Dagegen wehren sich die betroffenen Betriebsräte an den Standorten, auch in Hannover.

Protest zur Gesellschafterversammlung der LN/OZ in Rostock

oz251150 Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung protestierten heute mit einer kleinen Menschenkette vor dem Pressehaus in Rostock unter dem Motto „Ganz weit weg ist nie nah dran – wir lassen uns nicht an die Leine (ver-)legen!“. Das Programm „Madsack 2018“ gefährdet Arbeitsplätze auch an der Küste. Der Protest richtete sich gegen den von der Konzernzentrale in Hannover verkündeten Umstrukturierungsplan, schreibt der DJV Mecklenburg-Vorpommern in seiner aktuellen Info über die heutige Aktion. Anlass war eine Gesellschaftversammlung der LN/OZ heute in Rostock.

Ausführliche Infos zu der Aktion auf der Web-Seite „Qualtität und Vielfalt sichern!

ver.di: Einsparungen an allen Ecken und Enden

Auf verdi.de gibt es eine Zusammenfassung der Reflektionen von „Madasck 2018“ aus gewerkschaftlicher Sicht: „100 Tage Schonfrist – so viel Zeit wird einem Politiker in der Regel zugestanden, um sich in einem neuen Amt zurechtzufinden. Exakt diese Frist reichte der neuen Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack (Hannover), um ein sogenanntes Zukunftskonzept mit dem Titel „Madsack 2018“ zu entwickeln. Das Ziel: Der Konzern soll ab sofort bis 2018 umgebaut werden, um 44 Millionen Euro zusätzlich zu bereits laufenden Einsparungen zu kürzen.“ Mehr …

OP Marburg: Geschäftsleitung redet vom „Qualifizierungsmodell“

In einem Sondierungsgespräch mit Kolleginnen und Kollegen der Oberhessischen Presse in Marburg hat die Geschäftsleitung  ein „Qualifizierungsmodell“ angeboten, das aber von den organisierten Kolleginnnen und Kollegen als nicht verhandelbar zurückgewiesen wurde. Weitere Verhandlungen in Sachen Haustarif ohne die Gewerkschaften lehnt das Kollegium ab, informiert der DJV Hessen auf seiner Web-Seite. Die Gewerkschaften haben der Geschäftleistung eine Frist für eine Stellungnahme zum Tarifvertrag gesetzt.

Erneuter Warnstreik in Marburg – Redaktion lässt sich nicht einschüchtern

Die Redakteurinnen und Redakteure der Oberhessischen Presse (OP) in Marburg werden am heutigen Freitag ein weiteres Mal ganztägig streiken. Die Gewerkschaften DJV und ver.di haben zu diesem Warnstreik aufgerufen. Mit ihrem Warnstreik bekräftigen die Redakteurinnen und Redakteure erneut, dass sie von ihrer Forderung nach Vereinbarung eines Haustarifvertrages nicht abrücken. Sie protestieren damit gegen die niedrige und unterschiedliche Gehaltsstruktur des Verlages, die jungen und engagierten Leuten in diesem Beruf keinerlei Perspektive bietet. Viele der nicht tariflich bezahlten Beschäftigten müssen nicht nur auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten, sondern verdienen bis zu 1.000 Euro weniger als ihre noch nach Gehaltstarif Tageszeitungen bezahlten Kolleginnen und Kollegen

Zeitungsdruckerei Schlaeger in Peine soll 2014 geschlossen werden

Das Druckhaus Schlaeger in Peine (Niedersachsen) soll im Verlaufe des Jahres 2014 geschlossen werden, schreibt der Mediendienst kress.de. Die Mitarbeiter wurden nach Medieninformationen bereits über diesen Schritt informiert. Von der Maßnahme sollen 35 Arbeitnehmer/innen betroffen sein. Anfang Oktober 2013 hatte der Konzern sein Restrukturierungsprogramm vorgestellt. In Peine will das Unternehmen aber als „Einzelfallentscheidung“ verstanden wissen. Die Konzerngeschäftsführung habe sich gegen eine Neuinvestition und für die Schließung der Druckerei entschieden, so eine Madsack-Sprecherin weiter. Die „Peiner Allgemeine Zeitung“ (PAZ) soll fortan in der Göttinger Madsack-Druckerei gedruckt werden. „Ein genauer Termin für die Schließung des Druckhauses Schlaeger im Jahr 2014 steht noch nicht fest“, schreibt die PAZ . „Wir wollen in Gesprächen und Verhandlungen gemeinsam mit den Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretungen konstruktive Lösungen für die 35 Mitarbeiter finden“, kündigte der Personalchef der Mediengruppe Madsack, Adrian Schimpf, an. Angaben des Konzernbetriebsrats, wonach die Druckerei in Marburg 2017 ebenfalls geschlossen werden soll, dementiert man bei Madsack.

Neue Zentralredaktion von Madsack soll 37 Stellen umfassen

Die geplante Zentralredaktion der Madsack Zeitungen soll nach Mediendarstellungen aus 37 Redakteuren/innen bestehen. Bisher gibt es in den Mantelredaktionen des Konzerns 144. Betroffen sollen auch die Redakteuere/innen der Madsack-Agentur in Berlin sein, die von derzeit 18 auf 5 bis 6 Redakteure schrumpfen soll. Zur Sicherung arbeitsrechtlichner Positionen („Betriebsübergang“) sollen vermutlich interessierte Redakteure/innen  sich auf die neuen Stellen in der Zentralredaktion aus dem Konzern bewerben. Dieses Vorgehen hat es u.a. auch bei der Bildung der DuMont Redaktionsgemeinschaft in Berlin gegeben, die einst die überregionale Inhalte für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundsch geschrieben hatte, später kamen noch die Producer dazu. Hier ein kleiner Überblick in Nachrichtenform über diesen Herausbildungsprozess und gewerkschafltiche „Versuche“ der Tarifbindung dieser neuen Gesellschaft.

KSC-Geschäftsführer will immer noch nicht mit ver.di verhandeln

nixdorfIn einem Telefonat mit ver.di-Landesbezirksleiter Lutz Kokemüller über einen betrieblichen Aushang hat KSC-Geschäftsführer Michael Nixdorf keine Bereitschaft erkennen lassen, mit ver.di über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Es wurde in der Firma ein Aushang der Geschäftsführung platziert, der den Mitarbeitern fälschlich suggerierte, daß es die Gewerkschaft sei, die Gespräche ablehnen und deshalb den Streik herausziehen. Die ver.di-Betriebsgruppe im KSC  verdeutlicht noch einmal das Motiv der Streikenden, dass sie an der Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen beteiligt werden wollen und es auch darum geht, dass diese nicht einseitig durch den Arbeitgeber bestimmt werden. Hier das Info.